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GPA-djp
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier

GPA-djp: Nein zur Aufweichung der Feiertagsruhe für Angestellte bei Spedition & Logistik

BetriebsrätInnen lehnen Angebot der Arbeitgeber als nicht akzeptabel ab, Arbeitgeber sind zu fairen Verhandlungen aufgefordert

Wien (OTS) – Die Kollektivvertragsverhandlungen für die rund 15.000 Angestellten der österreichischen Speditionen sind ins Stocken geraten: „Die Arbeitgeber sind auch in der dritten Runde nicht von ihrer Forderung abgewichen, die Erhöhung der Gehälter mit einer Aufweichung der Feiertagsruhe verknüpfen zu wollen. Angestellte, die mit der Planung und Disposition bei der Abwicklung von Kundenaufträgen im internationalen Verkehr befasst sind, sollen auch an Feiertagen arbeiten“, berichtet Szilvia Leisser, Betriebsratsvorsitzende bei DHL Logistik Service GmbH. Geregelt werden soll diese Öffnung der Feiertagsruhe auf Kollektivvertrags-Ebene mit Zuschlägen von fünf Euro pro geleisteter Arbeitsstunde am Feiertag.

Die BetriebsrätInnen der Branche haben dieses Angebot der Arbeitgeber am 21. April in einer österreichweiten BetriebsrätInnen-Konferenz in Wien nach ausführlichen Beratungen abgelehnt: „Die Verknüpfung der Öffnung der Feiertagsruhe mit einer Gehaltserhöhung ist nicht die feine Art und sicher nicht Basis der Sozialpartnerschaft. Wir erwarten ein neues, faires Angebot, ich bin weiter im Interesse der Branche bereit, an den Verhandlungstisch zurückzukehren“, so Leisser weiter.

Das Arbeitsruhegesetz regle klar und ohne jeden Interpretationsspielraum, welche Tätigkeiten auch an Sonn- und Feiertagen notwendig sind, ergänzt Alois Bachmeier, stv. Bundsgeschäftsführer der GPA-djp (Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier): „Wir lehnen jeden Versuch, die Feiertagsruhe aufzuweichen, entschieden ab.“ Die Angestellten in der Branche beweisen jetzt schon die Bereitschaft, in Notfällen auch an Feiertagen Planungen und Dispositionen für die Abwicklung von Kundenaufträgen im internationalen Verkehr durchzuführen, soweit das Arbeitsruhegesetz das zulässt, so Bachmeier weiter: „Diese Bereitschaft ins System zu integrieren und davon auch noch eine Gehaltserhöhung abhängig zu machen, wie sie den Angestellten zusteht, das ist eine inakzeptable Vorgangsweise.“ Die GPA-djp unterstützt die ArbeitnehmerInnen in ihrem Kampf für eine faire Gehaltserhöhung, so Bachmeier abschließend: „Die Umsätze in der Branche steigen, die Angestellten haben einen fairen Anteil verdient. Wir fordern die Arbeitgeber dazu auf, unser Angebot fairer Verhandlungen endlich anzunehmen. Feiertagsarbeit muss auch bei Spedition & Logistik die Ausnahme bleiben!“

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