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GPA-djp
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier

Pensionen: Überlassen wir unsere Zukunft nicht den Zockern

Die Diskussion über die Sicherheit unserer Pensionen begleitet uns seit es ein öffentliches Pensionssystem gibt. Alle Zusammenbruchszenarien, die uns durch die Jahrzehnte begleiteten, haben sich letztendlich als falsch erwiesen. Sie dienten vor allem dazu, die Menschen zu verunsichern und sie in die private Vorsorge zu drängen.

Privatpension: kein Ersatz für öffentliche Pension

„Mehr Säulen bringen mehr Sicherheit“. Mit dieser scheinbar logischen Behauptung wird Kürzungen der öffentlichen Pensionen und Förderungen für Zusatzpensionen das Wort geredet. Dieses Bild ist aber falsch! Ein solides Fundament bringt mehr Sicherheit als dünne Säulen!

Die öffentliche Pensionsversicherung sichert alle erwerbstätigen Menschen ab und ist unabhängig vom Risiko auf dem Finanzmarkt. Betriebliche und private Vorsorge ist als Ergänzung sinnvoll sein, ist aber nur für einen kleinen Teil der Beschäftigten verfügbar bzw. leistbar. In der solidarischen Pensionsversicherung werden auch Zeiten der Arbeitslosigkeit, der Krankheit, der atypischen Beschäftigung oder der Kindererziehung berücksichtigt.

Alle sind erfasst

Der zentrale Vorteil von öffentlichen Pensionssystemen ist es, dass sie alle Erwerbstätigen erfassen. Jeder Arbeitgeber muss ab dem Beginn jeder Beschäftigung Pensionsversicherungsbeiträge abführen. Die dritte Säule, die freiwillige Altersvorsorge, ist alleine von den ArbeitnehmerInnen zu finanzieren, der Arbeitgeber zahlt keine Beiträge. Ein weiterer Vorteil der Sozialversicherung ist außerdem der vergleichsweise niedrige Verwaltungsaufwand.

Die große Rolle der öffentlichen Pensionen in Österreich ist ein Vorteil. Sie gewährleistet, dass die Absicherung im Alter nicht davon abhängt, bei wie vielen verschiedenen Arbeitgebern man beschäftigt war. Ein gut ausgebautes öffentliche Pensionssystem erleichtert daher die Mobilität der ArbeitnehmerInnen.

Pensionen sind zukunftssicher

Die Tatsache, dass die Lebenserwartung der Menschen steigt, ist nicht neu. Die Pensionen bleiben aber finanzierbar, denn es steigt auch die Leistungsfähigkeit der Volkswirtschaft. Die gesamten öffentlichen Pensionsausgaben machen derzeit ca. 14 % der Wirtschaftsleistung (BIP) aus. Trotz eines deutlichen Anstiegs der Menschen im Pensionsalter in den nächsten Jahrzehnten steigt der Anteil der Pensionsausgaben nach den neuesten Prognosen nur auf ca. 14,4% des BIP 2060.

Das Pensionssystem wurde bereits durch viele Reformen zukunftssicher gemacht. Das Frauenpensionsalter wird an jenes der Männer herangeführt, die Beamtenpensionen völlig an das ASVG angeglichen und die Pensionsberechnung berücksichtigt alle Versicherungszeiten. Jeder Euro bringt daher gleich hohe Pensionsansprüche. Die Pensionsberechnung trägt der längeren Lebenserwartung Rechnung und orientiert sich nun am Lebensdurchschnittseinkommen.

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