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GPA-djp
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier

Kollektivvertrag Metallindustrie

GPA-djp und PRO-GE erreichten durch Kampfbereitschaft einheitlichen Kollektivvertrag und einheitlichen Lohn- und Gehaltsabschluss für alle 180.000 Beschäftigten

Bei den heurigen Kollektivvertragsverhandlungen in der Metallindustrie ging es um viel mehr als die Durchsetzung einer Lohn- und Gehaltserhöhung. Ein neuerlicher Generalangriff auf das KV-System konnte durch  Kampfbereitschaft und einen großen Akt der Solidarität abgewehrt werden.

Nach sieben Wochen und 21 Verhandlungsrunden mit den sechs Fachverbänden der Metallindustrie haben die Gewerkschaften PRO-GE und GPA-djp am 7. November 2013  ihr Ziel eines einheitlichen Kollektivvertrages und eines einheitlichen Lohn- und Gehaltsabschlusses für alle 180.000 Beschäftigten erreicht. Sowohl die IST- als auch die  kollektivvertraglichen Mindestlöhne bzw. -gehälter steigen bei allen abgeschlossenen Verhandlungen zwischen 3,2 und 2,5 Prozent. Im Durchschnitt um 2,8 Prozent. Die Lehrlingsentschädigung erhöht sich um 2,85 Prozent, die Aufwandsentschädigung und Zulagen um 2,1 Prozent.

Generalangriff

Der größte Fachverband, jener der Maschinen- und Metallwarenindustrie (FMMI) beharrte so wie im Jahr zuvor, auf eigenständigen Verhandlungen. Die Forderungen, mit denen der FMMI in die Verhandlungen ging, zeigen worum es den Verantwortlichen geht: „Die verstehen sich als Speerspitze eines Generalangriffs auf die österreichische Kollektivvertragsstruktur mit der versteckten Agenda Aushebelung der KV-Struktur und Zurückdrängung der Gewerkschaften bei essentiellen Themen wie etwa der Arbeitszeitgestaltung“, so GPA-djp Chefverhandler Karl Proyer.

Die FMMI-Verhandler waren bis zuletzt entschlossen, die Lohn- und Gehaltserhöhung an die gleichzeitige Einführung eines Zeitkontos, das die Mehrarbeits- und Überstundenzuschläge erheblich gekappt hätte, zu binden. „Wären wir darauf eingestiegen, hätte diese eine massive Schwächung bei künftigen KV-Runden bedeutet und Signalwirkung weit über die Metallindustrie hinaus gehabt“, so Proyer. Der FMMI hat die Rechnung aber ohne Beschäftigte und BetriebsrätInnen gemacht. Ein großartiger Akt der Kampfbereitschaft und Solidarität und die konkrete Vorbereitung von unbefristeten Streiks in hunderten  FMMI-Betrieben führten zum Einlenken der Arbeitgeber.

Arbeitszeitverteilung

Das Thema Arbeitszeitverteilung wurde von den Lohn- und Gehaltsverhandlungen entkoppelt. Es soll bis Juni 2014 verhandelt werden. Die Linie der Gewerkschaften ist klar: “Beim Thema Arbeitszeit gibt es keinen Einbahnverkehr. Wenn unterm Strich Flexibilisierung Lohn- und Gehaltseinbußen bedeutet, sind wir kein Partner für eine Lösung“, so Proyer.

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