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GPA-djp
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier

Kollektivvertrag Handel

Das Ringen um ein Gehaltsplus für 530.000 Handels-Angestellte endet innovativ: Ein Doppelabschluss sichert der Frauenbranche 1500 Euro Mindestgehalt ab 2015.

Das Mindestgrundgehalt für die Angestellten im Handel wird mit Jahresbeginn 2014 auf 1450 Euro brutto erhöht, Gehälter von 1450 Euro bis 1800 Euro steigen um 2,6 Prozent, jene darüber um 2,5 Prozent. 2015 beträgt das Mindestgrundgehalt 1500 Euro. Auch ab 1.1.2015 wird es eine deutliche reale Steigerung für alle Angestellten geben, die KV-Partner einigten sich darauf, dass 0,45 Prozent zum jeweiligen  Verbraucherpreisindex  (VPI) des Verhandlungszeitraumes aufgeschlagen werden. Die Lehrlingsentschädigungen steigen in beiden Jahren jeweils um die folgenden Beträge: 1. Lehrjahr: 14 Euro, 2. Lehrjahr: 20 Euro, 3. Lehrjahr: 30 Euro, 4. Lehrjahr: 26 Euro. Dieser Abschluss berücksichtigt besonders BerufseinsteigerInnen im Handel sowie Lehrlinge.

Richtungsweisend

So lautet das Ergebnis der Kollektivvertragsverhandlungen für den Handel, auf den sich die VertreterInnen von Arbeitgebern und Arbeitnehmern nach drei harten, langen Runden Mitte November einigten. Der Doppelabschluss bringt eine klare Gehaltsperspektive für die nächsten zwei Jahre. „Mit diesem richtungsweisenden Gehaltsabschluss hat der Handel endgültig klargestellt, dass er kein Niedriglohnbereich ist: Das Einstiegsgehalt wird bis 2015 auf 1500 Euro angehoben, die unteren Einkommen steigen um bis zu 4,24 Prozent. Aber auch wenn wir damit wesentliche Ziele durchgesetzt haben – dieser Doppelabschluss wird nicht zur Gewohnheit, er ist als Maßnahme in einer besonderen Situation zu sehen“, erklärt Franz Georg Brantner, Vorsitzender des Wirtschaftsbereichs Handel in der GPA-djp, dass ab dem  kommenden Jahr die Verhandlungen für ein neues Entgeltschema auf dem Programm stehen.

Bereits in den Jahren 1988 und 1989 habe es vor dem Hintergrund der damaligen Verhandlungen über eine Verkürzung der Arbeitszeit im Handel einen Doppelabschluss gegeben, erinnert Manfred Wolf, der für den Handel zuständige stv. Geschäftsbereichsleiter in der GPA-djp: „Wir werden den gewonnenen Zeitraum dafür nützen, die komplexen Verhandlungen über ein neues und zukunftsfähiges Entgeltschema, die Bewertung von Tätigkeiten, neue Einstiegsgehälter und neue Gehaltstabellen, ohne Zeitdruck und mit der nötigen Sorgfalt zu führen. Die Angestellten im Handel tragen wesentlich zu den Umsätzen ihrer Branche bei. Sie verdienen eine klare Gehalts- und Karriereperspektive. Dieses Ziel wollen wir durch ein qualitatives und zeitgemäßes Entgeltschema erreichen, von dem sie profitieren.“

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