Um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten, speichert diese Website Informationen über Ihren Besuch in sogenannten Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen über Cookies, sowie welche Daten wir wie lange speichern, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Dort können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen und die Browsereinstellungen entsprechend anpassen.

GPA-djp
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier

Wie funktioniert praktische Betriebsarbeit?

Durchsetzungsmöglichkeiten
Wie wirkungsvoll der Betriebsrat bzw. die Personalvertretung die Rechte und Wünsche der Belegschaft im Betrieb umsetzen kann, hängt von vielen Faktoren ab.

Die Faktoren 

  • Sofort einforderbare Rechte (z.B. alle gesetzlichen Bestimmungen und sonstigen Vorschriften des Arbeitsrechts, wie Kollektivverträge, ArbeitnehmerInnenschutzgesetz, Arbeitsverfassung bzw. die zwingenden Normen des Dienstrechts bei der Personalvertretung);
  • Faktoren, die keine oder nur sehr schlecht erkennbare gesetzliche Wurzeln haben (moralische Logik) - und dennoch dem Betriebsrat zu Einfluss und Durchsetzungsvermögen verhelfen.

Die zweite Gruppe ist für die ArbeitnehmervertreterInnen von großer Bedeutung und ist entscheidend für die Wahrnehmung des Rechts auf Mitbestimmung.
Zu diesen Faktoren gehören z.B.:

  • Ein gutes Betriebsratswahl- bzw. Personalvertretungswahlergebnis;
  • eine möglichst hohe Wahlbeteiligung;
  • Solidarität in der Belegschaft;
  • Erfahrung und Geschlossenheit des Betriebsrats bzw. der Personalvertretung, Belegschaft und Gewerkschaft;
  • Vertrauen und gesicherter Informationsfluss zwischen Interessenvertretung, Belegschaft und Gewerkschaft;
  • Stand der gewerkschaftlichen Schulung der Betriebsratsmitglieder;
  • konsequente Zielverfolgung;
  • gewerkschaftspolitischer Bewusstseinsstand der Belegschaft;
  • Hilfe und Unterstützung von außen durch die Gewerkschaften;
  • eine hohe Organisationsdichte durch möglichst viele Gewerkschaftsmitglieder im Betrieb.

Gespräche und Termine

Ein versäumter Termin kann nicht nur eine verlorene Gesprächsmöglichkeit bedeuten - das Versäumnis ist auch sonst unangenehm bis peinlich. Dabei sollten wichtige Termine, besondere Anlässe, die schon zu Jahresbeginn bekannt sind (Geburtstage, Jubiläen, Ehrungen, Seminare etc.), in eine "Jahresübersicht" eingetragen werden.

Der Blick am Morgen in die Terminsammlung verschafft dem Betriebsrat/der Betriebsrätin mühelos volle Übersicht über sein/ihr Arbeitsprogramm und erspart unnötigen Ärger!

Was ist zu bedenken: 

  • Eine gute Gesprächsvorbereitung ist der halbe Erfolg! Daher: Probleme/Wünsche/Beschwerden/Anregungen der MitarbeiterInnen sammeln.
  • Zu jedem Gespräch ausreichende Unterlagen zur Hand haben.
  • Argumente vorbereiten.
  • Eventuelle Gegenargumente der Geschäftsleitung in Betracht ziehen und Eigenargumente vorbereiten.
  • Wenn möglich, sollte ein gutes Gesprächsklima geschaffen und gefördert werden. Aber: Eine notwendige Konfrontation mit der Geschäftsleitung muss nicht um jeden Preis vermieden werden! Kann sich der Betriebsrat in bestimmten grundsätzlichen Fragen der ArbeitnehmerInnen ganz oder teilweise durchsetzen, so hebt jede Auseinandersetzung mit der Geschäftsführung Einfluss und Ansehen des Betriebsrats bei der Belegschaft und der Geschäftsführung.
  • Persönliche Eigenschaften der VerhandlungspartnerInnen und ihrer Tagesstimmung beeinflussen das Verhandlungsergebnis.

Artikel weiterempfehlen