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GPA-djp
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier

GPA-djp-Stein: PraktikantInnen müssen fair behandelt, also auch fair bezahlt werden

Meldungen bei Watchlist Praktikum bestätigen zentrales Problemfeld Bezahlung

Wien (OTS) – „Es ist grundsätzlich begrüßenswert, wenn jetzt auch die Familienministerin den Handlungsbedarf erkennt, sich um das Wohl von PraktikantInnen sorgt und Serviceangebote für die Betroffenen ankündigt. Die Betonung darauf, dass der Jobinhalt wichtiger wäre als die Bezahlung, könnte allerdings auch Aufforderung dazu verstanden werden, Praktika weiterhin für Lohndumping und für die Ausbeutung von BerufseinsteigerInnen zu missbrauchen“, kommentiert Dwora Stein, Bundesgeschäftsführerin der GPA-djp (Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier) aktuelle Aussagen Karmasins.

„Natürlich ist es für junge Menschen von essenzieller Wichtigkeit, dass ihre Arbeit interessant ist. Aus diesem wenig überraschenden Befragungsergebnis abzuleiten, dass die Entlohnung weniger wichtig wäre, das widerspricht den Erfahrungen hunderter Betroffener, die sich mittlerweile bei uns gemeldet haben. Schlechte oder fehlende Bezahlung ist das zentrale Problemfeld. Erste Gerichtsverfahren sind bereits anhängig“, so Stein weiter. Die gemeinsam mit mehreren Kooperationspartnern eingerichtete Plattform dient dazu, die Rechte von jungen Menschen in der Arbeitswelt durchzusetzen. Unter www.watchlist-praktikum.at können Betroffene ihre Erfahrungen melden, die Daten werden an die Gebietskrankenkassen weitergeleitet, um die jeweiligen Unternehmen zu prüfen. „Zehntausende Klicks, weit mehr als 100 Anzeigen und erste Gerichtsverfahren bestätigen die Notwendigkeit“, so Stein abschließend: „Auch laut dem heute präsentierten Umfrage-Ergebnis können sich 98 Prozent der Befragten ein Leben ohne geregelte Arbeit oder ohne Anstellung kaum vorstellen. PraktikantInnen müssen fair behandelt, also müssen sie auch fair bezahlt werden. Wir freuen uns über jeden Verbündeten, der dieses Anliegen ernsthaft unterstützt!“

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