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GPA-djp
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier

GPA-djp öffnet Mitgliedschaft für CrowdworkerInnen

Utl.: Arbeits- und Sozialrecht bietet bislang unzureichende Antworten

Wien (OTS) - Ab einem monatlichen Mitgliedsbeitrag von 10 Euro können CrowdworkerInnen ab sofort Mitglied in der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) werden. Unter anderem können sie gewerkschaftlichen Rechtsschutz und Beratungsleistungen in Anspruch nehmen.

Crowdwork ist eine spezielle Form der Online-Arbeitsvermittlung. Über Online-Plattformen werden Arbeitsaufträge an eine große Gruppe von Menschen ausgeschrieben, die sich online um die Aufträge „bewerben“, die Arbeit online erledigen und die Ergebnisse für einen vorher festgelegten Lohn über die Plattform abliefern. Große Arbeitsaufträge werden in viele kleine Arbeitsschritte zerlegt, parallel an viele Menschen vergeben und so in wenigen Stunden erledigt.

„Crowdworking ist auch in Österreich eine Realität der Arbeitswelt, auf die das Arbeits- und Sozialrecht unzureichende Antworten hat. Alle Arten von Crowdworking, so unterschiedlich sie auch sein mögen, haben gemeinsam, dass sich die Plattformen dabei nicht als Arbeitgeber, sondern nur als Vermittler verstehen, was erhebliche Nachteile für die Betroffenen nach sich zieht. Somit wird das gesamte wirtschaftliche Risiko auf die Beschäftigten abgewälzt. Konkret bedeutet das, dass sie nur für die Zeiten bezahlt werden, in denen sie arbeiten, die Zeit in der sie nach Arbeit suchen, gerade keine Aufträge erhalten oder krank sind, wird ihnen nicht vergütet. Es gibt keinerlei Regelungen für Mindestvergütung und Arbeitszeiten“, begründet die stv. Bundesgeschäftsführerin der GPA-djp, Agnes Streissler-Führer die Initiative.

Schätzungen zufolge haben rund 10% der erwachsenen Bevölkerung in Europa bereits Online-Plattformen genutzt um Arbeitsaufträge als CrowdworkerIn zu verrichten. Etwa 2% der erwachsenen Bevölkerung in Europa sollen bereits mehr als die Hälfte ihres Einkommens über Plattformen verdienen und/oder mehr als 20 Stunden pro Woche über Plattformen arbeiten.

„Mit unserer Initiative wollen wir als Anlauf- und Beratungsstelle für CrowdworkerInnen fungieren, erwarten aber auch Rückschlüsse auf Gestaltung und Ausmaß dieser neuen Form des digitalen Arbeitens und wollen Betroffenen Möglichkeiten der Vernetzung und des Austausches bieten“, so Streissler-Führer.

 

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