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GPA-djp
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier

GPA-djp-Katzian fordert Einkommenstransparenzgesetz

GPA-djp unterstützt Frauen mit Tipps für Gehaltsverhandlungen

"Ein Lohntransparenzgesetz nach internationalem Vorbild ist in Österreich jedenfalls längst überfällig und würde den Frauen ein wirksames Mittel in die Hand geben, um gestärkt in Lohn- und Gehaltsverhandlungen zu gehen", fordert der Vorsitzende der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) Wolfgang Katzian im Rahmen der GPA-djp Aktionswoche anlässlich des Internationalen Frauentages.

"Es braucht ein Bündel von Maßnahmen, um Einkommensnachteile von Frauen zu beseitigen. In den Kollektivverträgen konnte die GPA-djp in den vergangenen Jahren viele Erfolge erzielen - wie bei der Anrechnung von Karenzzeiten und der Erhöhung der kollektivvertraglichen Mindestgehälter. Es braucht aber auch gesetzliche Maßnahmen. Wir werden nicht weitere hundert Jahre warten, um Einkommensgleichheit zu erreichen ", erklärt die Bundesfrauenvorsitzende der GPA-djp Ilse Fetik. "Es geht auch um die Stärkung und Ermutigung von Frauen, Gehaltsverhandlungen einzufordern und darin selbstbewusst aufzutreten. Deshalb wenden wir uns mit zehn Tipps an Frauen und bieten auch darüber hinaus gehende Hilfestellung an", betont Fetik.

"Ich begrüße den Vorstoß der Frauenministerin vom Jahreswechsel für mehr Lohntransparenz. Jetzt müssen aber den Worten auch Taten folgen. Dass Unternehmen, die bei der Berichtslegung der Einkommensberichte säumig sind, keine Sanktionen zu befürchten haben, macht dieses Instrument unwirksam. Eine Evaluierung der Einkommensberichte ist längst überfällig", so Katzian. Die GPA-djp fordert eine Übermittlung der Einkommensberichte an ÖGB, AK und WKO. Dies würde unterstützen, Gleichstellung weiterhin noch zielgerichteter vorantreiben zu können.

"Berufseinsteigerinnen bewegen sich auf sehr dünnem Eis, wenn es um die Verhandlung ihres Gehalts geht. Wir schlagen Unternehmen vor, Bewerberinnen eine Liste mit anonymisierten Gehältern aus dem Bereich, für den sie sich bewerben, vorzulegen. So können Frauen besser einschätzen, welchen Spielraum es gibt und was sie fordern können", so Katzian abschließend.

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