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GPA-djp
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier

Warum eine Angestelltengewerkschaft

Wie vehement der erste Vorsitzende der GPA, Friedrich Hillegeist für seine Idee einer eigenen Gewerkschaft für alle Angestellten eingetreten ist, zeigt sein Ausspruch: "Nur über meine Leiche geht der Weg zu einer Industriegruppenorganisation!". Worin lag historisch gesehen die Begründung für eine eigene Angestelltengewerkschaft?

Die fortschreitende Arbeitsteilung hatte in den 70er Jahren des 19. Jahrhunderts auch die Funktionen erfasst, die von den Unternehmern selbst wahrgenommen wurden. Diese gingen vermehrt dazu über, für diese Aufgaben bezahlte Arbeitskräfte einzusetzen. Für sie wurde die Bezeichnung "Angestellte", oder auch "Privatbeamte" verwendet, was auch die vermeintliche Sonderstellung dieser Beschäftigten widerspiegelt.

Vor diesem Hintergrund war die Gewinnung dieser Beschäftigtengruppen als Gewerkschaftsmitglieder wohl nur durch die Gründung einer eigenen Angestelltengewerkschaft möglich geworden. Praktisch war ein "besonderes Verständnis" gegenüber den Angestellten notwendig, um sie für gewerkschaftliche Anliegen zu gewinnen und sie auch nicht wieder zu verlieren. Das wirkt partiell bis in die Gegenwart. Auch wenn ArbeitnehmerInnen nicht mehr durch nachprüfbare Kriterien zu unterscheiden sein werden, wird ein über 150 Jahre gewachsenes "betriebliches Alltagsbewusstsein" noch weiterleben.

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