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Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier

Frauenvolksbegehren 2018 - Jetzt erst Recht

20 Jahre nach dem letzten Frauenvolksbegehren „Alles, was Recht ist!“ rief 2017 eine Gruppe von engagierten Frauen und Männern die Initiative für ein neues Frauen*Volksbegehren ins Leben.

1997 wurde die Initiative von 644.665 Personen unterschrieben und richtete sich unter anderen gegen die Sparpakete der damaligen Koalitionsregierung.

Das Frauenvolksbegehren 2018 leitet mit folgenden Worten ein:

Frauen*Volksbegehren
Die Unterstützer*innen dieses Volksbegehrens haben die Einleitung eines Verfahrens für ein Volksbegehren mit folgendem Wortlaut beantragt:


Volksbegehren: „Frauen*Volksbegehren“
Eine breite Bewegung tritt an, um die vollkommene soziale und ökonomische Gleichstellung der Geschlechter in Österreich einzufordern. Die Verbesserung der Lebensrealitäten von Frauen* muss auf der politischen Tagesordnung ganz oben stehen. Ob Gewaltschutz, sexuelle Selbstbestimmung und Respekt in Medien, ob Kinderbetreuung, Aufstiegschancen und politische Teilhabe: Der Stillstand der letzten Jahre muss beendet werden. Wir fordern kompromisslose Chancengleichheit für alle.
 

Begründung
Vor 100 Jahren wurde in Österreich das Frauen*Wahlrecht eingeführt. Seitdem haben starke Vorkämpfer*innen gemeinsam wichtige Etappenziele auf dem Weg zu echter Gleichberechtigung erreicht. Doch trotz vieler gesetzlicher Verbesserungen sind Frauen* in Österreich Männern* nach wie vor real nicht gleichgestellt. Im Gegenteil: Unser Land fällt im internationalen Vergleich sogar zurück.
Die politische Umsetzung von Frauen*Anliegen ist immer zu wenig, zu spät oder findet gar nicht statt. Nach der Nationalratswahl 2017 ist wieder nur rund jeder dritte Sitz von Frauen* besetzt. Innerhalb der EU hat Österreich noch immer einen der höchsten Einkommens- und Vermögensunterschiede zwischen den Geschlechtern. Das und noch vieles mehr muss sich endlich ändern!

Vor 20 Jahren haben knapp 650 000 Menschen das erste Frauenvolksbegehren unterschrieben. Heute reichen die – kaum erfüllten – Forderungen von damals längst nicht mehr aus. Wir leben in einer bunteren, vielfältigeren, aber auch komplizierteren Welt. Das spiegeln auch die neun Forderungen des Frauen*Volksbegehrens wider.
Wir sind überzeugt, dass Frauen* in Österreich auch heute eine starke Interessen-vertretung brauchen, damit der Stillstand in der Frauen*Politik endlich beendet wird. Wir fordern umfassende Reformen dort, wo die Probleme entstehen und wo histo-risch gewachsene Strukturen Frauen* nach wie vor benachteiligen. Frauen*Politik ist kein überholtes Schreckgespenst, sondern der Glaube an eine bessere Gesellschaft für alle. Alle Bürger*innen sollen sich nach ihren Wünschen entfalten können, frei von Rollenklischees, Diskriminierungen und ökonomischen Abhängigkeiten.
Es ist Zeit zu fordern!

(copyright: Pamela Rußmann, Frauen*volksbegehren)

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