Um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten, speichert diese Website Informationen über Ihren Besuch in sogenannten Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen über Cookies, sowie welche Daten wir wie lange speichern, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Dort können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen und die Browsereinstellungen entsprechend anpassen.

GPA-djp
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier
Ilse Fetik, Frauenvorsitzende der GPA-djp Ilse Fetik, Frauenvorsitzende der GPA-djp

Leistungen für alle Kinder, nicht nur für Wenige

Fairer Lohn für gute Leistung – die Wirtschaft ist gefordert

Auch im Familienbereich beginnt die Regierung Kurz/Strache mit der Festschreibung konservativer Rollenbilder und treibt die Umverteilung zugunsten Besserdienender voran. Fortschritte in der Gleichstellungspolitik und sozialen Absicherung von niedrigen Einkommen werden zurückgedrängt, konkrete Maßnahmen für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie fehlen komplett.

Der im Ministerrat beschlossene sogenannte Familienbonus begünstigt Familien die Einkommenssteuer bezahlen und vor allem jene in höheren Einkommenssegmenten. Auf der Strecke bleiben all jene, die diese Zuwendungen eigentlich brauchen würden. So sind es um die 500.000 Kinder für die kein Anspruch besteht.

Familien im Niedriglohnbereich armutsgefährdet

Auf Basis einer Berechnung des European Centre for Social Welfare Policy and Research von Ende des Jahres 2017 ergibt sich, dass der Bonus vor allem Männern zugutekommt, da diese durch höhere Einkommen davon profitieren. Gerade Familien mit Kindern im Niedriglohnbereich sind armutsgefährdet. Hier muss Familienpolitik ansetzen.

Gleichzeitig trifft die Schwarz-Blaue Sozialkürzungspolitik zum Beispiel in Oberösterreich schon jetzt die Kindergärten und führt zur Einführung von Kindergartengebühren für die Nachmittagsbetreuung bzw. die Schließung von Nachmittagsgruppen.

Echte Familienpolitik statt Kürzungen

„Eine familienpolitische Maßnahme, die bei allen Kindern ankommt, sind Investitionen in eine flächendeckende, qualitativ hochwertige, ganztägige und leistbare Kinderbetreuung. Die veranschlagten 1,2 Milliarden Euro hierfür zu investieren, würde zu nachhaltigeren und tatsächlich Kinder- und Familienfreundlichen Resultaten führen. Wir schreiben das Jahr 2018. Wir fordern die Einführung des Rechtes auf ganztägige, flächendeckende und leistbare Kinderbetreuung und lehnen familienunfreundliche Politik wie die Einführung des 12-Stunden Tages ab“, so die Frauenvorsitzende der GPA-djp Ilse Fetik.

Artikel weiterempfehlen