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GPA-djp
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier

Digitalisierung und Arbeit

2. Workshop des EU-Projekts DigiT
Die GPA-djp ist strategischer Partner im zweijährigen EU-Projekt „DigiT“, das vom Europäischen Betriebsrat (EBR) der Deutschen Telekom und „Arbeit und Leben Bielefeld“ getragen wird. Ziel des Projektes ist es, konkrete Handlungsmodelle für Betriebsräte und Europäische Betriebsräte für die Mitbestimmung bei Digitalisierungsprojekten im Unternehmen zu entwickeln. Im Fokus ist die IT- und Telekommunikationsbranche: Diese treibt Digitalisierung für alle Branchen voran, es gibt aber Verbesserungsbedarf bei der Implementierung von Innovationen und dem Mitnehmen der MitarbeiterInnen.
Der 2. Workshop fand am 14. und 15. Januar 2019 in Zagreb statt.
 
Anknüpfen an den Ergebnissen
Im 1. Workshop wurden Innovationen, die in der Deutschen Telekom (in Österreich T-Mobile) derzeit Thema sind, auf dem technischen Level beleuchtet. Konkret ging es um end-to-end Digitalisierung, agile Arbeitsmethoden sowie Edge Computing.
An diesen Ergebnissen knüpfte der 2. Workshop an, um die konkreten Auswirkungen auf die Arbeit und die Beschäftigten zu analysieren. Vor dem Hintergrund der Abwägung der Chancen und Risiken für Beschäftigung wurden diese drei Themen bewertet und daraus resultierend Schlussfolgerungen für die Arbeit des Europäischen Betriebsrates (EBR) formuliert.
 
Konkrete Auswirkungen von end-to-end Digitalisierung, agilem Arbeiten und Edge Computing
Bei end-to-end Digitalisierung wurde festgestellt, dass diese einen ausgesprochen transnationalen Charakter hat, da die Wertschöpfungskette zunehmend international wird – was gleichzeitig die Gefahr von Liberalisierung sowie Near- und Offshoring birgt. Deswegen ist der EBR jedenfalls über end-to-end Digitalisierungsprojekte in der Deutschen Telekom zu informieren und anzuhören. Es gilt, als EBR klare Kriterien und Anforderungen an derartige Projekte zu entwickeln.
Bei der Analyse der bestehenden Formen des „agilen Arbeitens“ wurde festgestellt, dass diese oftmals nicht die eigentlichen Kriterien erfüllen – wie Selbstorganisation und Eigenverantwortung von Teams oder die Tatsache, dass nur konkrete Projekte so abgewickelt werden sollen. Es scheint, dass hinter agilen Arbeitsformen oftmals eher Rationalisierungswunsch der Leitung steht. Umso wichtiger ist es zu spezifizieren, wo agiles Arbeiten sinnvoll ist, es braucht also ein europäisch definiertes, verbindliches Regelwerk.
Edge Computing/5G wird vieles verändern, allerdings ist vieles auch erst in Entwicklung. Es ist daher wichtig, dass die Deutsche Telekom Netzwerke aufbaut und sich in den Entwicklungsprozess einbringt. Einerseits um potenzielle neue Märkte zu erschließen (z.B. autonomes Fahren). Andererseits gilt es aber auch, Folgeabschätzungen auf Arbeit und Beschäftigung durchzuführen. Der EBR kann hier eigene Alternativen entwickeln.
 
CHANGE. Together with us.
Die Grundhaltung der ProjektteilnehmerInnen ist, dass Veränderung passieren wird und muss. Diese Veränderung darf aber nicht ohne die ArbeitnehmerInnen stattfinden. Der EBR ist bereit, Veränderungen im Unternehmen mitzutragen, wenn er in die Innovationsprozesse eingebunden ist.
 
Konkretisiert werden diese Ergebnisse im 3. Workshop im April.

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