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GPA-djp
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier

Internationale EBR-Konferenz in Wien

Abschluss des EU-Projekts „EWC: Fit for change“

Projekt „EWC: Fit for change“

Im Herbst 2015 startete unter Trägerschaft der GPA-djp das EU-Projekt „EWC: Fit for change“. Ziel des Projekts war es u.a., ein transnationales ExpertInnen-Netzwerk und Ausbildungsmodule zur Weiterentwicklung der Kompetenzen von Euro-BetriebsrätInnen bei Restrukturierungen im Konzern zu entwickeln.

Insgesamt wurden während des Projektes drei transnationale Seminare abgehalten:
„Setting the picture”, 22.-24. Juni 2016, Wien
„Prepared for change”, 28.-30. November 2016, Esher/London
„Strategically into the future”, 24.-26. April 2017, Amsterdam

Euro-BetriebsrätInnen aus mehreren europäischen Ländern und unterschiedlichen Branchen arbeiteten in diesen Seminaren intensiv an der Arbeitsorganisation ihrer Gremien und an Strategien für kommende Herausforderungen. Das Projektteam entwickelte dabei Manuals und Trainingseinheiten, die für Aus- und Weiterbildungen für EBRs zum Einsatz kommen werden.

Inhaltlicher Rückblick …

Im Rahmen der Abschlusskonferenz wurden die Inhalte der Seminare zusammengefasst. Peter Wilke (wmp consult – Wilke Maack GmbH) erläuterte, was im Projekt unter „change“ verstanden wurde und welche Dynamiken Unternehmensrestrukturierungen entwickeln. Norbert Kluge (Hans-Böckler-Stiftung) und Reinhard Günzl (Adescon) gingen verstärkt auf die Rolle von ArbeitnehmerInnen-Vertretungen in solchen Prozessen ein. Jonathan Hayward (Unite – the union) ergänzte diese Inputs um die Rolle und Perspektiven von Gewerkschaften.

Eine zentrale Rolle kam auch den TeilnehmerInnen der Seminare zu. In einem Gespräch mit Bob Fazakerley (Unite – the union) erzählten sie von den Inhalten, die sie aus den Seminaren mitgenommen haben, und wie sie diese in ihre Arbeit implementiert haben.

… politische Diskussion …

Produktiv war der Austausch mit Peter Scherrer, dem stellvertretenden Generalsekretär des Europäischen Gewerkschaftsbundes (EGB). Er gab den Euro-BetriebsrätInnen einen Überblick, wie es um den politischen Prozess rund um die Revision der EBR-Richtlinie steht, und welche Änderungen der EGB vorantreiben wird. Insbesondere der Fokus auf eine bessere Durchsetzbarkeit des bestehenden Rechts wurde von den TeilnehmerInnen begrüßt.

Umgekehrt erzählten die EBR-Mitglieder von ihren praktischen Erfahrungen und Herausforderungen. Sie gaben Peter Scherrer Aufgaben und Forderungen mit.

… und Blick auf die Ergebnisse

Bei der Konferenz konnten die TeilnehmerInnen bereits die Druckversionen der Projektergebnisse mitnehmen. Eckhard Voss (wmp consult) präsentierte das aus dem Projekt entstandene Manual für EBR in Unternehmen in Restrukturierung. Nicola Sekler (pädagogisch-didaktische Projektbegleitung) legte eine Broschüre mit den erprobten Trainingsmodulen und entsprechenden Beschreibungen vor, die zukünftig bei EBR-Weiterbildungen angewandt werden können.

Bruno Demaître (ETUI) zeigte, welches Bildungsangebot das Europäische Gewerkschaftsinstitut anbietet und wie sich die Erkenntnisse aus dem Projekt dort bereits wiederfinden. Darüber hinaus wurden am Rande der Konferenz Video-Interviews mit erfahrenen Euro-BetriebsrätInnen geführt, die zukünftig angehenden EBR-Mitgliedern helfen sollen, die Funktionsweisen und Strategien eines solchen Gremiums besser zu verstehen. Wolfgang Greif (GPA-djp) zog das Resümee der Konferenz.

67 KonferenzteilnehmerInnen aus 10 Ländern

Die Abschlusskonferenz fand am 22. und 23. Juni in Wien statt. Neben den SeminarteilnehmerInnen fanden sich auch andere EBR-Mitglieder ein, um von den Ergebnissen des Projektes zu lernen. Moderiert wurde die Konferenz von Ingrid Stipanovsky (ehem. EBR-Vorsitzende) und Sophia Reisecker (GPA-djp), die das gesamte Projekt begleitet hatten.


Es waren Konzerne aus folgenden Branchen vertreten: Pharma, Metall, Telekommunikation, Handel, Energie, Papier, Post und Logistik, Finanz, IT und Tourismus. Die KonferenzteilnehmerInnen kamen aus: Österreich, Deutschland, Großbritannien, Schweiz, Slowakei, Belgien, Polen, Spanien, Ungarn und den Niederlanden.

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