Um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten, speichert diese Website Informationen über Ihren Besuch in sogenannten Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen über Cookies, sowie welche Daten wir wie lange speichern, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Dort können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen und die Browsereinstellungen entsprechend anpassen.

GPA-djp
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier

Protestkundgebung vor den ISD

SWÖ-KV: 35-Stunden-Woche bleibt erklärtes Ziel

Rund 80 BetriebsrätInnen, GewerkschafterInnen und SympathisantInnen versammelten sich heute Vormittag zu einer Protestkundgebung vor den Innsbrucker Sozialen Diensten (ISD). Geschäftsführer Dr. Hubert Innerebner ist Mitglied im Arbeitgeberverband der Sozialwirtschaft Österreich (SWÖ). Ziel der Kundgebung war es, den Arbeitgeberverband zum Einlenken in Bezug auf die 35-Stunden-Woche für die Beschäftigten im privaten Pflege-, Sozial- und Gesundheitsbereich zu bewegen.
 
„Wir bekommen unglaubliche Solidaritätsbekundungen aus allen möglichen Bereichen. Dieses positive Feedback bestärkt uns, weiterhin für die Arbeitszeitverkürzung zu kämpfen“, so Sonja Föger Kalchschmied, Betriebsratsvorsitzende des größten Tiroler SWÖ-Betriebs, der Lebenshilfe Tirol. Sie betont: „Fast jede/r hat selbst Angehörige, die gepflegt werden, oder ist im Lauf seines Lebens selbst davon betroffen. Wir alle wollen doch, dass es jenen, die Fürsorge tragen, auch gut geht.“
 
Margit Luxner, selbst Betriebsratsvorsitzende in einem Kitzbüheler Pflegeheim und Vorsitzende des Wirtschaftsbereichs Gesundheit und Soziales in der GPA-djp Tirol, konkretisiert den derzeitigen Stand der KV-Verhandlungen: „Wir sind mit der 35-Stunden-Woche als einzige Forderung in die KV-Verhandlungen gegangen. Leider waren die ArbeitgeberInnen erst in der siebten Verhandlungsrunde bereit, ernsthaft darüber zu verhandeln. Aufgrund der zahlreichen Gegenforderungen und der längeren Umsetzungszeit war leider das Angebot für uns inakzeptabel. Es ist uns ernst – denn wir alle haben einen für die Gesellschaft einen sehr wichtigen und schönen Beruf den wir auch sehr gerne ausüben, jedoch müssen sie die Arbeitsbedingungen für die Zukunft dringend verbessern.
 
„Vielleicht gelingt es, durch die Verbesserung der Arbeitsbedingungen im Pflegebereich die 4.000 bereits ausgebildeten MitarbeiterInnen wieder in diesen Bereich zurück zu holen, die zurzeit aufgrund der Arbeitsbelastungen lieber im Handel oder Dienstleistungsbereich arbeiten“, so Ralf Wiestner, zuständiger Regionalsekretär der GPA-djp Tirol für den Sozial- und Gesundheitsbereich. Bereits vergangene Woche haben in zahrleichen Einrichtungen Protestmaßnahmen stattgefunden.
 
Für den 10. März sind große Demonstrationen in Wien, Graz und Linz geplant – letztere mit großer Tiroler Beteiligung. Am 24. und 25. März folgen weitere Streiks.
 
In Tirol arbeiten rund 11.000 Beschäftigte im privaten Pflege-, Gesundheits- und Sozialbereich, sie pflegen und betreuen rund 47.000 Menschen. Die größten Tiroler Betriebe, die in den SWÖ-Bereich fallen, sind die Lebenshilfe und die ISD.
 
Eine Auflistung der Tiroler SWÖ-Betriebe ist unter folgendem Link zu finden: http://www.bags-kv.at/1042,,,2.html

Artikel weiterempfehlen

Fremdsprachige Inhalte: CS | EN | FR | HR | HU | IT | PL | SK | TR
© 2014 | Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier. Impressum | Nutzungsbedingungen | Datenschutz