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GPA-djp
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SWÖ-Verhandlungen: Nächste Proteste in Tirol fix

„Die Reihen sind geschlossen“

Nach der 7. Gescheiterten Kollektivvertrags-Verhandlungsrunde für die Sozialwirtschaft Österreich (SWÖ) sind in Tirol bereits nächste Protestmaßnahmen fixiert. Als „deutlich zu wenig“ bezeichnet Margit Luxner, selbst Betriebsratsvorsitzende in einem Kitzbüheler Pflegeheim und Vorsitzende des Wirtschaftsbereichs Gesundheit und Soziales in der GPA-djp Tirol, das Arbeitgeber-Angebot. Dieses hatte u.a. eine Arbeitszeitverkürzung auf 37 Stunden in zwei Jahren vorgesehen, allerdings zahlreiche Gegenforderungen wie einen verlängerten Durchrechnungszeitraum inklusive.

„Wir haben uns während der 12-stündigen Verhandlung nicht unterkriegen lassen und bleiben bei der für uns notwendigen Forderung nach einer Arbeitszeitverkürzung auf 35 Wochenstunden. Unsere Reihen sind geschlossen, wir geben sicher nicht klein bei!“, so Luxner. Dass die Arbeitgeber endlich bereit seien, ernsthaft über die Arbeitszeitverkürzung zu reden, bezeichnet Luxner als „ersten Teilerfolg aufgrund der zahlreichen vergangenen Protestmaßnahmen und Streiks“.

Als erste Protestmaßnahme ist für Mittwoch, 4. März, eine Kundgebung vor den Innsbrucker Sozialen Diensten geplant. Am 10. März folgen große Demonstrationen in Wien, Graz und Linz – letztere mit zahlreicher Tiroler Beteiligung. Am 24. und 25. März folgen weitere Streiks. „Eine Notversorgung der Patienten und Klienten bleibt natürlich aufrecht!“, betont Luxner.

Sonja Föger Kalchschmied, Betriebsratsvorsitzende des größten Tiroler SWÖ-Betriebs, der Lebenshilfe Tirol: „Unsere Tätigkeit ist psychisch und physisch sehr herausfordernd, gleichzeitig ist die Bezahlung besonders für Teilzeit-Kräfte zu gering, um davon leben zu können. Wir brauchen einfach entsprechende Erholungsphasen, um eine qualitätvolle Betreuung zu sichern. Gleichzeitig würde eine Arbeitszeitverkürzung ein Einkommensplus für Teilzeitkräfte bedeuten.“

„Gute Arbeitsbedingungen im Gesundheits- und Sozialbereich sind in unser aller Interesse. Wir bleiben an der 35-Stunden-Woche dran! Wir fürchten die Konfrontation nicht, um das zu erreichen“, zeigt sich Tirols ÖGB-Vorsitzender Philip Wohlgemuth zuversichtlich. Bereits vergangene Woche haben in Tirol insgesamt 28 Protestmaßnahmen stattgefunden.

In Tirol arbeiten rund 11.000 Beschäftigte im privaten Pflege-, Gesundheits- und Sozialbereich, sie pflegen und betreuen rund 47.000 Menschen. Die größten Tiroler Betriebe, die in den SWÖ-Bereich fallen, sind die Lebenshilfe und die ISD.

Eine Auflistung der Tiroler SWÖ-Betriebe ist unter folgendem Link zu finden: http://www.bags-kv.at/1042,,,2.html

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