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GPA-djp
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier

Shopping Night: Gewerkschaft begrüßt Einstellung

„Beschäftigte atmen auf“

Erfreut über die Einstellung der Innsbrucker Shopping Nights zeigt sich die Gewerkschaft GPA-djp Tirol. „Diese Veranstaltung war weder im Sinn der Innenstadtkaufleute noch im Sinn der Beschäftigten. Unsere jahrelange Kritik hat endlich Gehör gefunden“, kommentiert David Schumacher, zuständiger Sekretär der GPA-djp Tirol, die Entscheidung.
 
Die Gewerkschaft hatte jahrelang für einen sogenannten „Event-Kollektivvertrag“ gekämpft, um Entschädigungen für die Beschäftigten beispielsweise für Kinderbetreuung oder die späte Heimfahrt zu erreichen. „Außerdem war es nie im Sinne der Innenstadt-Belebung, in die Shopping Night auch die Einkaufszentren am Ortsrand miteinzubeziehen. Generell hat man den traurigen Eindruck gewonnen, es geht mehr um ein Fest mit Alkoholausschank, als um eine Belebung der Innsbrucker Innenstadt“, so Elisabeth Braun, Vorsitzende des Bereichs Handel in der GPA-djp Tirol. Sie betont: „Auch der Sicherheitsaspekt – Stichwort Alkoholismus der Kunden und vorwiegend weibliche Angestellte – wurde von den Veranstaltern konsequent außer Acht gelassen!“.
 
Schumacher weiter: „Gegen eine generelle Attraktivierung der Innenstadt - im Sinne der Tiroler Öffnungszeitenverordnung - haben wir nichts, ganz im Gegenteil. Zuletzt haben die Shopping Night aber primär die großen Einkaufszentren für ihr Marketing genutzt, das Event hat sich vom Zentrum zunehmend an den Stadtrand verlagert und ging damit am eigentlichen Sinn der Veranstaltung komplett vorbei.“ Über die jetzige Ankündigung, die Shopping Night in dieser Form nicht mehr durchzuführen, sei er froh, denn „bei den Beschäftigten gibt es ein Aufatmen!“ Bei einer 2015 von der GPA-djp durchgeführten Befragung von 1.850 Innsbrucker Handelsangestellten gaben über zwei Drittel (68,1 Prozent) an, bei der Shopping Night nicht arbeiten zu wollen.

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