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GPA-djp
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier

Gewerkschaft GPA-djp erreicht Sozialplan für TSD-MitarbeiterInnen

Beschäftigte haben rückwirkend Anspruch auf SEG-Zulage

Als „enormen Erfolg für die TSD-Beschäftigten“ bezeichnet Mag.a Verena Zisler, Rechtschutzreferentin der Gewerkschaft GPA-djp Tirol, die gestern erzielte Einigung mit dem Land Tirol und TSD-Geschäftsführer Johann Aigner. Zisler hatte den Betriebsrat der TSD in dieser Sache vor Gericht vertreten.

Seit Jahren hatten Gewerkschaft und Betriebsrats-Team Seite an Seite um eine Schmutz, Erschwernis- und Gefahrenzulage für die MitarbeiterInnen der Tiroler Sozialen Dienste (TSD) gekämpft. Diese wurde zwar 2017 mittels Gerichtsurteil bestätigt, war allerdings aufgrund der Umbruchsphase in der Flüchtlingsgesellschaft bis dato ausständig. „Die jetzt erreichte Vereinbarung geht über das damalige Urteil sogar hinaus: Nicht nur FlüchtlingsbetreuerInnen haben Anspruch auf die Zulage, auch zahlreiche andere Beschäftigungsgruppen!“, freut sich Zisler.

Die ArbeitnehmerInnen haben künftig ein Anrecht auf die Zulage in der Höhe von 1,14 € pro Stunde bzw. 187,42 € pauschaliert. Die Betriebsvereinbarung sieht vor, dass die SEG-Zulage auch rückwirkend gilt. „Insgesamt beläuft sich das Volumen der vereinbarten SEG-Zulage auf rund 1,5 Millionen Euro“, verweist Zisler auf die Tragweite.

„Für die Gewerkschaft ist es ein absoluter Achtungserfolg! Die ArbeitnehmerInnen arbeiten unter schwierigsten Bedingungen und mit traumatisierten Personen. Kommunikationsbarrieren erschweren die Arbeit zusätzlich. Die Beschäftigten haben sich diese Zulage schwer verdient!“, so auch Harald Schweighofer, Geschäftsführer der GPA-djp Tirol. Möglich gemacht hatte diesen Erfolg die gute Zusammenarbeit von Gewerkschaft und Betriebsrat. „Ich bedanke mich sehr bei Betriebsratsvorsitzender Petra Kaiser und ihrem Stellvertreter Harald Gheri für ihren unglaublichen Einsatz!“

Der vereinbarte Sozialplan wurde vorsorglich abgeschlossen und gilt für alle MitarbeiterInnen, die in den Jahren 2020 oder 2021 gekündigt werden sollen. „Darin vorgesehen sind unter anderem eine freiwillige Abfertigung von Seiten der TSD, eine Arbeitsstiftung sowie die Möglichkeit zu Bildungskarenz und Bildungsteilzeit. Zudem soll ein Härtefonds den Arbeitsplatzverlust abfedern“, informiert Zisler. Man stehe den MitarbeiterInnen und dem Betriebsrats-Team selbstverständlich weiterhin zur Seite.

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