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GPA-djp
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier
35 Stunden sind genug!
Margit Luxner, BRV Pflegeheim Kitzbühel; Sonja Föger-Kalchschmied, BRV Lebenshilfe Tirol; Julia Rass, BRV des Sonnenpark Lans; Monika Steiner, BRV vom BBRZ Reha und BBRZ Österreich Region West
35 Stunden sind genug!
Margit Luxner, BRV Pflegeheim Kitzbühel; Sonja Föger-Kalchschmied, BRV Lebenshilfe Tirol; Julia Rass, BRV des Sonnenpark Lans; Monika Steiner, BRV vom BBRZ Reha und BBRZ Österreich Region West

Sozialbereich: BetriebsrätInnen vereint für mehr Wertschätzung

„Jenen, die Fürsorge tragen, muss es auch gut gehen“
Wertschätzung und bessere Rahmenbedingungen forderten gestern zahlreiche Beschäftigte aus dem privaten Gesundheits- und Sozialbereich im Rahmen einer öffentlichen Aktion auf dem Innsbrucker Franziskanerplatz. „Wir begleiten, betreuen, pflegen und beraten 47.000 Menschen in Tirol. Unsere Arbeit können wir aber nur gut machen, wenn es den Beschäftigten auch gut geht“, zeigt Margit Luxner auf, selbst Betriebsratsvorsitzende in einem Kitzbüheler Pflegeheim und Vorsitzende des Wirtschaftsbereichs Gesundheit und Soziale Dienstleistung in der GPA-djp Tirol. Gerade im Vorfeld der anstehenden Kollektivvertragsverhandlungen ist es für sie wichtig, die Öffentlichkeit über die wertvolle Arbeit der Beschäftigten zu informieren. 
 
Künftigen Personalbedarf sichern
„Obwohl die physischen und psychischen Belastungen in unserem Bereich überdurchschnittlich hoch sind, machen wir unsere Arbeit gern. Es geht aber auch um die Zukunft des Gesundheits- und Sozialbereichs: Wir brauchen immer mehr Personal und werden es nur bekommen, wenn wir auch attraktive Arbeitsplätze bieten“, ist auch Sonja Föger-Kalchschmid, Betriebsratsvorsitzende der Lebenshilfe Tirol, überzeugt. Sie verweist auf den gesamtgesellschaftlichen Kontext, denn „beinahe jede/r ist selbst betroffen oder hat Angehörige, die Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen in irgendeiner Form benötigen“. Die Hauptverantwortung für den Bereich Gesundheit und Pflege liege beim Land Tirol. „Als größter Fördergeber entscheiden unsere PolitikerInnen über die künftigen Arbeitsbedingungen im Sozialbereich. Bei ihnen liegt letztendlich die Entscheidungskompetenz und deshalb muss die Politik in die Pflicht genommen werden“, so die Betriebsrätin.
 
Politik am Zug
Auch Luxner appelliert an die Politik: „Es geht nicht nur um Grundversorgung, wir wollen bei der Betreuung hilfsbedürftiger Menschen Qualität bieten. Vor der Nationalratswahl hat man uns ÖsterreicherInnen viel versprochen – jetzt ist es an der Zeit, zu seinem Wort zu stehen und Taten folgen zu lassen!“ 
 
Forderung nach Arbeitszeitverkürzung
Julia Rass, Betriebsratsvorsitzende des Sonnenpark Lans, berichtet über die Arbeitsrealität: „Nur wenige der Beschäftigten im Gesundheits- und Sozialbereich arbeiten Vollzeit. Die schwierigen Rahmenbedingungen, die außerordentlichen Belastungen sowie die oft familienfeindlichen Arbeitszeiten führen dazu, dass der Großteil nur in Teilzeit arbeiten kann. Darum fordern wir eine Arbeitszeitverkürzung auf 35 Wochenstunden bei vollem Lohnausgleich, denn das Ziel muss lauten, dass die Ausübung unserer Arbeit bis zum Pensionsantritt möglich ist! Für andere Fürsorge zu tragen, gelingt vor allem dann, wenn es einem selbst auch gut geht.“
 
Gesellschaft profitiert
Monika Steiner, Betriebsratsvorsitzende von BBRZ Reha und BBRZ Österreich Region West, verweist auf die Bedeutung ihrer Einrichtung: „Als berufliches Bildungs- und Rehabilitationszentrum sind wir sehr stolz darauf, seit mehr als zehn Jahren Menschen in Tirol, die mit unterschiedlichsten Erkrankungen zu kämpfen haben, auf ihrem Weg zurück in die Arbeitswelt begleiten zu können.“
 

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