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GPA-djp
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier

Stockende KV-Verhandlungen chemische Industrie

Betriebsversammlung auch in Tirol geplant
Aufgrund der ergebnislosen Verhandlungsrunde am 25. April für die chemische Industrie sind für 29. April Betriebsversammlungen in ganz Österreich geplant. „Trotz Rekordgewinnen legt man uns kein brauchbares Angebot vor. Wir informieren die Beschäftigten bei Betriebsversammlungen und werden dort weitere Maßnahmen beschließen“, heißt es von den beiden Gewerkschaften GPA-djp und PRO-GE. In Tirol wird es mehrere Betriebsversammlungen geben, u.a. bei Sandoz Kundl.
 
9.000 Beschäftigte in Tirol betroffen
„Die diesjährigen Voraussetzungen sind so gut wie nie: Die wirtschaftlichen Kennzahlen sind überragend, die Branche boomt. Einige Betriebe schreiben bereits das dritte Jahr in Folge das beste Ergebnis aller Zeiten“, stellt Stephan Bertel, Betriebsratsvorsitzender der Angestellten der Firma Sandoz, klar. „Die Arbeitgeber wollen die ArbeitnehmerInnen nicht am wirtschaftlichen Erfolg teilhaben lassen und weigern sich zudem, die Arbeitszeitwünsche der ArbeitnehmerInnen ernst zu nehmen. Das ist eine Verhöhnung der Beschäftigten!”, ergänzt Bernhard Ralser, Branchenbereichsvorsitzender der chemischen Industrie in der PRO-GE Tirol. In Tirol sind rund 9.000 Beschäftigte in der chemischen Industrie betroffen.
 
+3,9% gefordert
Ralser sieht die Arbeitszeit als Knackpunkt: „Neben einer anständigen Entlohnung geht es uns vor allem darum, ein wirkliches modernes Arbeitszeitrecht auszuhandeln. Das bedeutet, dass auch die Bedürfnisse der Beschäftigten berücksichtigt werden.“ Das Angebot von Arbeitgeberseite liegt derzeit bei +2,66 Prozent. „Das ist inakzeptabel. Vergleichbare Industriebranchen haben im Frühjahr Erfolge sowohl im Rahmenrecht als auch bei Lohn und Gehalt erzielen können, daher stellen wir eine Forderung in Höhe von 3,9 % und mindestens 100 Euro“, so Bertel. 
 
Versammlungen werden lediglich unterbrochen
„Im Rahmen der für 29. April angesetzten Betriebsversammlungen sollen weitere Maßnahmen beschlossen werden. Die Betriebsversammlungen werden anschließend lediglich unterbrochen, können jederzeit wiederaufgenommen werden und in gewerkschaftliche Kampfmaßnahmen übergehen”, erklärt Ralser die weitere Vorgehensweise. 
 
Bereits am Mittwoch waren 15 Tiroler BetriebsrätInnen bei einer Protest-BR-Konferenz in Wien um sich über den aktuellen Stand der KV-Verhandlungen in der Chemischen Industrie zu informieren und die weitere Vorgangsweise im Sinne der Beschäftigten und eines fairen Abschlusses zu besprechen.
 

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