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GPA-djp
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier

Bankangestellte protestierten vor Filialen

„Letztes Warnsignal!“
Auch die vierte Verhandlungsrunde für den Kollektivvertrag im Bankensektor ist gescheitert. „Wir haben uns heute als allerletztes Warnsignal vor den Bankfilialen in Innsbruck zu einer Protestaktion versammelt. Die Arbeitgeber sollten das besser ernst nehmen“, warnt Harald Schweighofer, Tirols Landesgeschäftsführer der Gewerkschaft GPA-djp Tirol
 
Arbeitgeber-Angebot schlechter Aprilscherz
Vor dem Hintergrund eines Rekordgewinns von 5,7 Milliarden Euro und einer zunehmenden Arbeitsverdichtung sei ein vernünftiger Gehaltsabschluss sowie Verbesserungen im Rahmenrecht „nur fair“, so Doris Bergmann, Sprecherin des Wirtschaftsbereichs Banken in der GPA-djp Tirol. „Das derzeit vorliegende Angebot der Arbeitgeber ist wohl eher ein schlechter Aprilscherz“, so Bergmann. Sie ist selbst Betriebsrätin in einer großen Bank und baut auf den Rückhalt ihrer KollegInnen: „Wir werden unsere Forderungen geschlossen vertreten – jetzt sind wir an der Reihe!“ Die Forderungen reichen von einer leichteren Erreichbarkeit der 6. Urlaubswoche über das Wahlrecht zwischen Geld und Zeitausgleich für alle Mehr- und Überstunden bis hin zu 150% Zuschlägen für die 11. und 12. Arbeitsstunde. „Das ist nur fair, ebenso wie eine anständige Gehaltserhöhung, die den wirtschaftlichen Gegebenheiten der Branche gerecht wird!“, so Bergmann. 
 
Streikankündigung
Schweighofer stellt indes weitere Aktionen in den Raum: „Bereits im März beschlossen über 200 BetriebsrätInnen des Bankensektors aus ganz Österreich weitere Maßnahmen bis hin zum Streik. Wir werden nicht zögern, das gegebenenfalls auch umzusetzen“, kündigt Schweighofer an. Das letzte Angebot der Arbeitgeber von 2,3 Prozent plus 10,50 Euro würde bei einem durchschnittlichen Bruttogehalt in der Branche eine Erhöhung von 2,66 Prozent bedeuten. „Das wäre einer der schlechtesten Abschlüsse der laufenden KV-Saison, das werden wir mit Sicherheit nicht hinnehmen“, so Schweighofer.
 
Bereits im März hatten rund 300 Beschäftigte und BetriebsrätInnen in der Innsbrucker Maria-Theresien-Straße für einen fairen KV-Abschluss protestiert. Der nächste Verhandlungstermin ist für den 26. April angesetzt. 

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