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GPA-djp
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier

300 Beschäftigte fordern fairen KV-Abschluss für Bankensektor

Protestaktion in Innsbruck als Warnsignal an Arbeitgeber
Ca. 300 Beschäftigte und BetriebsrätInnen forderten heute in der Innsbrucker Maria-Theresien-Straße eine deutliche Gehaltserhöhung sowie Besserungen im Rahmenrecht für die Bankangestellten. Hintergrund ist die dritte Verhandlungsrunde für den Banken-Kollektivvertrag, die am 11. März ergebnislos abgebrochen werden musste. 
 
„Die Banken erwirtschaften Milliarden und wollen die beschäftigten mit geradezu lächerlichen plus 2,2 Prozent abspeisen. Das lassen wir uns nicht bieten!“, zeigt sich Harald Schweighofer, Regionalgeschäftsführer der Gewerkschaft GPA-djp Tirol, kämpferisch. Er verweist auf den enormen Zugewinn der Branche: „Die Wirtschaftszahlen der Banken sind derzeit hervorragend und es gibt keinen Grund, dass sich die Angestellten der Kreditwirtschaft mit einer geringeren Gehaltserhöhung zufriedengeben sollen als andere Branchen in den letzten Monaten. Der offiziell bestätigte Jahresgewinn der Branche beträgt 5,7 Milliarden Euro! Das darf getrost als historischer Rekordgewinn bezeichnet werden“, so Schweighofer. Er darf auf die Rückendeckung der BetriebsrätInnen aller österreichischen Banken bauen: „Vorige Woche beschlossen über 200 BetriebsrätInnen des Bankensektors aus ganz Österreich weitere Maßnahmen bis hin zum Streik, falls es beim nächsten Verhandlungstermin am 26.März erneut zu keinem akzeptablen Ergebnis kommen sollte.“
 
„Die Managergehälter steigen ins Unendliche und wir bekommen immer weniger – Das kann nicht sein!“, so auch Doris Bergmann, Sprecherin des Wirtschaftsbereichs Banken in der GPA-djp Tirol. Sie verweist auf die enorme Arbeitsverdichtung: „Da die Beschäftigtenzahlen sukzessive zurückgehen müssen die verbleibenden Angestellten mit massivem Arbeitsdruck zurechtkommen. Die gleiche Leistung bzw. mehr Leistung muss von immer weniger Beschäftigten gestemmt werden!“ Daher sieht sie vor allem die Forderungen nach mehr Freizeit als gerechten Ausgleich: „Wir brauchen die leichtere Erreichbarkeit der 6. Urlaubswoche, das Wahlrecht zwischen Geld und Zeitausgleich für alle Mehr- und Überstunden sowie 150 % Zuschläge für die 11. und 12. Arbeitsstunde. Das ist nur fair, ebenso wie eine anständige Gehaltserhöhung, die den wirtschaftlichen Gegebenheiten der Branche gerecht wird!“ 
 
Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 26. März angesetzt. Sollte es dabei erneut zu keinem annehmbaren Ergebnis kommen, sind für den 29. März und den 1. April erste Warnstreiks vorgesehen. 

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