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GPA-djp
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier

Banken-KV: Warten auf faires Angebot der Arbeitgeber

Öffentliche Versammlung für 20. März in Innsbruck geplant

Auch die dritte Verhandlungsrunde für den Banken-KV am 11. März brachte kein Ergebnis, weder in Bezug auf den Prozentsatz noch beim Rahmenrecht gab es ein vernünftiges Angebot der Arbeitgeber. „Wir sind zu allem bereit, um einen vernünftigen KV-Abschluss zu erreichen!“, betont Harald Schweighofer, Regionalgeschäftsführer der Gewerkschaft GPA-djp Tirol. Erster Schritt ist eine öffentliche Versammlung der Angestellten aus allen Banken am 20. März in Innsbruck.
 
Enorme Arbeitsverdichtung
Da die Beschäftigtenzahlen sukzessive zurückgehen müssen die verbleibenden Angestellten mit massivem Arbeitsdruck zurechtkommen. „Im Vergleich zu 2008 haben wir beim Personalstand ein Minus von 8,3 % hinnehmen müssen, das führt zu einer enormen Arbeitsverdichtung. Die gleiche Leistung bzw. mehr Leistung muss von immer weniger Beschäftigten gestemmt werden“, so Doris Bergmann, Sprecherin des Wirtschaftsbereichs Banken in der GPA-djp Tirol. Sie erklärt die Eckpunkte der Gewerkschaftsforderungen: „Neben einer gerechten Gehaltserhöhung, die den wirtschaftlichen Gegebenheiten der Branche gerecht wird, wollen wir auch rahmenrechtliche Verbesserungen, wie die leichtere Erreichbarkeit der 6. Urlaubswoche, das Wahlrecht zwischen Geld und Zeitausgleich für alle Mehr- und Überstunden sowie 150 % Zuschläge für die 11. und 12. Arbeitsstunde.“
 
5,7 Milliarden Zugewinn
Schweighofer verweist auf den enormen Zugewinn der Branche: „Die Wirtschaftszahlen der Banken sind derzeit hervorragend und es gibt keinen Grund, dass sich die Angestellten der Kreditwirtschaft mit einer geringeren Gehaltserhöhung zufriedengeben sollen als andere Branchen in den letzten Monaten. Der offiziell bestätigte Jahresgewinn der Branche beträgt 5,7 Milliarden Euro! Das darf getrost als historischer Rekordgewinn bezeichnet werden. Es ist nur fair, wenn die Beschäftigten davon ihren Anteil erhalten!“ Im Rahmen der für 20. März geplanten öffentlichen Versammlung in der Innsbrucker Maria-Theresien-Straße wolle man den Forderungen Nachdruck verleihen. 
 
Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 26. März angesetzt. Sollte es dabei erneut zu keinem annehmbaren Ergebnis kommen, sind für den 29. März und den 1. April erste Warnstreiks vorgesehen. 

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