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GPA-djp
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier

KV-Verhandlungen SWÖ: bislang sechs Warnstreiks in Tirol fixiert

Gewerkschaft ortet große Kampfbereitschaft

Binnen kürzester Zeit wurden in Tirol bereits sechs Warnstreiks im Sozial- und Gesundheitsbereich fixiert. Die vierte Runde der KV-Verhandlungen für die Sozialwirtschaft war in der Nacht erneut ergebnislos abgebrochen worden. Für diese Branche verhandeln die Gewerkschaften GPA-djp und vida gemeinsam, in Tirol geht es um ca. 11.000 Beschäftigte.

„Wir werden auf jeden Fall nächste Woche in sechs Tiroler Betrieben die Arbeit für zwei bis drei Stunden niederlegen“, so Margit Luxner, Vorsitzende des Wirtschaftsbereichs Gesundheit und Soziales in der GPA-djp Tirol und selbst Betriebsratsvorsitzende in einem großen Pflegeheim. Sie ortet unter den KollegInnen große Kampfbereitschaft. „Weitere Warnstreiks sind in Vorbereitung. Wir sorgen in jedem Fall dafür, dass es zu keinerlei Beeinträchtigung der zu Pflegenden kommt!“, betont Luxner. Man müsse auch an die Zukunft der Branche denken, der Personalbedarf der nächsten Jahre sei enorm. „Arbeiten im Pflege- und Gesundheitsbereich muss wieder etwas wert sein!“, so Luxner.

Beginn der Woche hatten in Innsbruck über 300 Beschäftigte mit einer Protestaktion ihren Forderungen nach einer spürbaren Gehaltserhöhung und einer Arbeitszeitverkürzung auf 35 Stunden pro Woche Nachdruck verliehen. „Gerade die Arbeit im Pflegebereich ist enorm belastend, sowohl psychisch wie auch physisch. Nicht umsonst ist die Teilzeitquote überdurchschnittlich hoch und die Fluktuationsrate höher als in anderen Bereichen. Diese für unsere Gesellschaft so wichtige Branche muss dringend mittels besserer Arbeitsbedingungen eine Aufwertung erfahren!“, fordert auch Tirols ÖGB-Vorsitzender und vida-Landesgeschäftsführer Philip Wohlgemuth.

Am 18. Februar sollen die KV-Verhandlungen fortgesetzt werden.

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