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GPA-djp
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier

Protestmaßnahmen in Innsbruck für fairen Handels-KV

Absage an Billigangebot der Arbeitgeber

„Die Beschäftigten im Handel gibt es nicht zum Schnäppchenpreis!“, stellt David Schumacher, zuständiger Sekretär der GPA-djp Tirol, klar. Aufgrund des ergebnislosen Abbruchs der vierten Verhandlungsrunde für den Handels-KV startet die Gewerkschaft GPA-djp am zweiten Einkaufssamstag vor Weihnachten in ganz Österreich mit ersten Protesten und einer Informationsoffensive in den Betrieben. In Innsbruck hatten die Gewerkschafter ihrem Unmut vor dem Einkaufszentrum Sillpark Luft gemacht, der Verkauf wurde dabei nicht gestört.

Gehaltserhöhung und Rahmenrecht
„Unsere Forderung liegt bei 3,5 Prozent mehr Gehalt“, erklärt Schumacher. Die Arbeitgeberseite hatte zuletzt eine Erhöhung von 2,35 Prozent geboten. „Die Arbeit der Angestellten ist deutlich mehr wert!“, betont auch Süleyman Kilic, Wirtschaftsbereichsvorsitzender des Bereichs Handel in der GPA-djp Tirol. In Tirol sind ca. 55.000 ArbeitnehmerInnen im Handel beschäftigt. Bereits im Vorfeld hatten zahlreiche Tiroler BetriebsrätInnen im Rahmen einer BetriebsrätInnenkonferenz eine Resolution beschlossen, um ihre Forderungen zu untermauern. Diese reichen von spürbaren Gehaltserhöhungen sowie höheren Lehrlingsentschädigungen über die leichtere Erreichbarkeit der 6. Urlaubswoche bis hin zu altersgerechten Arbeitszeitmodellen und der vollen Anrechnung der Karenzzeiten.

Umsatzplus von über 5 %
Kilic verweist auf die wirtschaftlichen Kennzahlen: „Laut Statistik Austria verzeichnet der nominelle Umsatz im Handel ein kräftiges Plus von 5,1 Prozent. Im Jahr 2017 haben die untersuchten Unternehmen rund 690 Mio. Euro an die Eigentümer abgeführt, das entspricht einem Plus von 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr!“. Den Gewerkschaftern geht es aber nicht nur um finanzielle Abgeltung. „Die Arbeitsbelastung im Handel steigt seit Jahren an, entsprechender Ausgleich in Form von Freizeit wird immer wichtiger. Die leichtere Erreichbarkeit der 6. Urlaubswoche steht daher ganz oben auf unserer Agenda. Wir fordern ebenso den Anspruch auf eine andere Verteilung der Arbeitszeit – dabei geht es uns in erster Linie auch darum, Zeit für Aus- und Weiterbildung zu schaffen“, so Schumacher und Kilic.

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