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GPA-djp
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier
v.l.n.r.: Fabian Saxl (Jugendvorsitzender GPA-djp Tirol), Petra Dirnberger (IFES), Martin Witting (Regionalvorsitzender GPA-djp Tirol)

Berufsrealität holt Junge schnell ein

IFES-Studie bestätigt: Realität und Wunsch klaffen weit auseinander

Dem Eintritt in die Arbeitswelt folgt schnell Ernüchterung, die Vereinbarkeit von Beruf- und Privatleben steht ganz oben auf der Wunschliste ebenso wie mehr Information über die Arbeitswelt schon während der Ausbildung – das ergab eine vom IFES-Institut im Auftrag der Gewerkschaft GPA-djp durchgeführte Studie unter 800 Personen zwischen 18 und 30 Jahren.

Schwerpunkts Arbeitswelt in Lehrplänen
76 Prozent der Befragten äußerten den Wunsch nach mehr Information bereits während der Ausbildung, nur etwa 50 Prozent fühlen sich über Rechte und Pflichten gut in Kenntnis gesetzt. „Wir fordern daher eine Verankerung des Schwerpunkts Arbeitswelt in den Lehrplänen aller Schulformen. Mit diesem Schwerpunkt soll fächerübergreifend eine breite Übersicht über Berufe und Kompetenzen vermittelt werden“, argumentiert Fabian Saxl, Jugendvorsitzender der GPA-djp Tirol. Naturgemäß eine große Rolle spielt für junge Menschen Lohn bzw. Gehalt. „Ein überdurchschnittliches Einkommen als Kriterium für einen guten Arbeitsplatz ist für 66 Prozent sehr bzw. eher schon wichtig. Allerdings sieht die Hälfte der Befragten ihre Gehaltserwartungen gar nicht bzw. eher weniger erfüllt. Das gaben 56 Prozent der Frauen und 45 Prozent der Männer an“, so Martin Witting, Regionalvorsitzender der GPA-djp Tirol.

Schwerpunkt Work-Life-Balance
Bei der Frage nach den Kriterien des künftigen bzw. aktuellen Arbeitsplatzes fanden es 83 Prozent sehr bzw. eher wichtig, dass sich der Job zeitlich gut mit den außerberuflichen Interessen und Verpflichtungen vereinbaren lässt. „Die Bundesregierung geht also mit der 60-Stunden-Arbeitswoche in die völlig entgegengesetzte Richtung!“, zeigt Witting auf, der gleichzeitig eine Neuverhandlung des Gesetzes unter Einbeziehung der Sozialpartner fordert. Denn ein Viertel der Befragten findet, dass der Job eher weniger bis gar nicht mit den außerberuflichen Interessen und Verpflichtungen vereinbar ist. 42% geben an, dass zu lange Arbeitszeiten für sie ein Kündigungsgrund wäre.

BetriebsrätInnen
Die wichtigsten immateriellen Kriterien beim Berufseinstieg sind zudem ein gutes Arbeitsklima sowie ein respektvoller Umgang mit neuen MitarbeiterInnen. Studien belegen, dass sich eine betriebliche Interessenvertretung positiv auf das Betriebsklima auswirkt. „Daher wenden wir uns ganz klar gegen die Pläne der Bundesregierung, die Zahl der zu wählenden BetriebsrätInnen zu reduzieren oder den Jugendvertrauensrat abzuschaffen“ so Saxl. Die GPA-djp informiert derzeit in einer groß angelegten Aktionswoche und unter http://www.gpa-djp.at/mehrgehtimmer

 

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