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GPA-djp
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier
Tiroler Handelsbetriebsratsmitglieder

KV-Verhandlungen im Handel ergebnislos unterbrochen

Tiroler BetriebsrätInnen beschließen Resolution

Kein Entgegenkommen der Arbeitgeber in puncto ordentliche reale Gehaltserhöhungen und leichtere Erreichbarkeit der 6. Urlaubswoche ortete die für den Handel zuständige Gewerkschaft GPA-djp. Die zweite Runde der KV-Verhandlungen für rund 407.000 Handelsangestellte und 15.000 Lehrlinge wurden daraufhin ergebnislos unterbrochen. In Tirol sind es ca. 55.000 Beschäftigte. Um ihre Forderungen zu untermauern, haben daher zahlreiche Tiroler BetriebsrätInnen im Rahmen einer Konferenz eine Resolution beschlossen. Rückendeckung kommt auch von jenen, die an der gestrigen Konferenz nicht teilnehmen konnten.

„Unsere Forderungen reichen von spürbaren Gehaltserhöhungen sowie höheren Lehrlingsentschädigungen über die leichtere Erreichbarkeit der 6. Urlaubswoche bis hin zu altersgerechten Arbeitszeitmodellen und der vollen Anrechnung der Karenzzeiten. Zu unseren Anliegen kamen allerdings nur Vorschläge ohne echte Substanz“, erklärt David Schumacher, betreuender Sekretär der GPA-djp Tirol, die Hintergründe. Zahlreiche Tiroler BetriebsrätInnen beschlossen daraufhin eine Resolution, in der sie unter anderem den ihnen zustehenden Respekt einforderten. „Wir Beschäftigte leisten gute Arbeit und erwirtschaften saftige Gewinne. Wir verdienen es, am Erfolg teilzuhaben!“, fordert Süleyman Kilic, Wirtschaftsbereichsvorsitzender des Bereichs Handel in der GPA-djp Tirol.

Kilic verweist auf die wirtschaftlichen Kennzahlen: „Laut Statistik Austria verzeichnet der nominelle Umsatz im Handel ein kräftiges Plus von 5,1 Prozent. Im Jahr 2017 haben die untersuchten Unternehmen rund 690 Mio. Euro an die Eigentümer abgeführt, das entspricht einem Plus von 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr!“. Den Gewerkschaftern geht es aber nicht nur um finanzielle Abgeltung. „Die Arbeitsbelastung im Handel steigt seit Jahren an, entsprechender Ausgleich in Form von Freizeit wird immer wichtiger. Die leichtere Erreichbarkeit der 6. Urlaubswoche steht daher ganz oben auf unserer Agenda. Wir fordern ebenso den Anspruch auf eine andere Verteilung der Arbeitszeit – dabei geht es uns in erster Linie auch darum, Zeit für Aus- und Weiterbildung zu schaffen“, so Schumacher und Kilic.

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