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GPA-djp
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier
Symbolbild für die KV-Verhandlungen in der Metallindustrie

Metaller-KV-Verhandlungen: PRO-GE und GPA-djp orten beispielloses Vorgehen der Arbeitgeber

Inakzeptables Angebot, indiskutable Vorgehensweise

„Offensichtlicher kann man mangelnde Wertschätzung gegenüber den Beschäftigten nicht demonstrieren“, begründen Robert Koschin, Geschäftsführer der Gewerkschaft PRO-GE Tirol und Christoph Scheiber, Betriebsratsvorsitzender und Tiroler Verhandler für die Gewerkschaft GPA-djp, den Abbruch der fünften Verhandlungsrunde bei den Kollektivvertrags-Verhandlungen für die Beschäftigten in der Metallindustrie.

Die Vorgehensweise des Fachverbands sei „indiskutabel“. „Nach zunächst guter Gespräche, vor allem in Bezug auf das Rahmenrecht, wurde von Seiten des Fachverbands plötzlich alles zurückgenommen. Zu diesem Zeitpunkt wurde uns nach wie vor eine weder der Produktivitätssteigerung noch den rekordverdächtigen Gewinnen entsprechende Erhöhung der Löhne und Gehälter um lediglich etwas mehr als 2 Prozent in Aussicht gestellt – dieses Angebot ist absolut inakzeptabel!“, so die beiden Gewerkschafter. Während des zweiten Abbruchs der Verhandlungen besserten die Arbeitgeber telefonisch auf 2,7 Prozent nach. „Dieses Vorgehen ist ein Witz und kann nicht ernst genommen werden. Das ist einfach schlechter Stil“, so Koschin und Scheiber unisono.

Entschlossene Vorbereitung auf Warnstreiks
Umso entschlossener laufen derzeit die Vorbereitung für die ab Montag angekündigten Warnstreiks. Bereits im Vorfeld hatten die ArbeitnehmerInnen im Rahmen von Betriebsversammlungen Resolutionen beschlossen, dass sie notfalls zu Kampfmaßnahmen bereit wären. „Die Auftragsbücher der Unternehmen sind prall gefüllt und die Branche schreibt durchwegs satte Gewinne. Wesentlichen Anteil am wirtschaftlichen Erfolg haben die ArbeitnehmerInnen, die jeden Tag vollen Einsatz bringen. Ihnen steht ein anständiger Abschluss zu!“, sind Koschin und Scheiber überzeugt.

Forderungen bleiben aufrecht
Die Forderung der Gewerkschaften PRO-GE und GPA-djp in der Metallindustrie und Bergbau sind jedenfalls weiterhin aufrecht. Gefordert wird eine Einkommenserhöhung um 5% bzw. um mindestens 100 Euro. Außerdem stehen Ausgleichsmaßnahmen für die Verschlechterungen durch das Arbeitszeitgesetz auf dem Forderungszettel. Dazu gehören u. a. der Anspruch auf die 4-Tage-Woche bei 10-Stunden-Arbeitszeit, eine rechtssichere Gewährleistung des Freiwilligkeitsprinzips bei Überstunden und Zuschläge bereits ab der 9. Arbeitsstunde. Wichtig ist den beiden Gewerkschaften bei der Abgeltung der Überstunden auch die freie Wahl zwischen Freizeit oder Geld.

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