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GPA-djp
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier
Heutige BR-Konferenz in Innsbruck
v.l.n.r.: Christof Scheiber (Vorsitzender Wirtschaftsbereich Metall GPA-djp-Tirol), Günter Mayr (vida-Landesvorsitzender), Felix Manfred (Bundessekretär der PRO-GE), Patrik Tirol (PRO-GE-Landesvorsitzender) und Robert Koschin (PRO-GE-Landessekretär)

Metallindustrie: BetriebsrätInnen-Konferenz in Innsbruck beschließt Betriebsversammlungen

Tiroler Metallindustrie-Unternehmen fordern Anteil an Gewinnen und rüsten sich für Betriebsversammlungen

Bei der heutigen BetriebsrätInnen-Konferenz der Metallindustrie in Innsbruck versammelten sich mehr als 100 BetriebsrätInnen, um über die weitere Strategie bei den laufenden Kollektivvertragsverhandlungen zu beraten. „Der Ärger über das verhöhnende Angebot und die Verhandlungsweise generell stößt unseren BetriebsrätInnen sauer auf. Daher wurden heute weitere Maßnahmen beschlossen“, erklären Robert Koschin, PRO-GE-Landessekretär, und Christoph Scheiber, Vorsitzender Wirtschaftsbereich Metall GPA-djp-Tirol, im Anschluss an die Konferenz im ÖGB-Haus Innsbruck.

Die Kollektivvertragsverhandlungen für die rund 192.000 Beschäftigten der Metallindustrie, 12.000 davon aus Tirol, wurden am 19. Oktober nach der insgesamt vierten Gesprächsrunde für den Fachverband Metalltechnische Industrie (FMTI) ergebnislos abgebrochen. „Unsere Forderungen bleiben unverändert“, so Koschin.

Den Beschäftigten stehen

  • ein Lohn- und Gehaltsplus von fünf Prozent,
  • höhere Zuschläge für mehr und erschwerte Arbeit,
  • ein Wahlrecht zwischen Geld und Zeit als Ausgleich,
  • mehr Schutz und Selbstbestimmung im Arbeitsalltag und
  • das so oft versprochene Recht auf eine Vier-Tage-Woche zu.

Das aktuelle Gegenangebot der Arbeitgeber für Lohn- und Gehaltserhöhungen liegt effektiv bei mageren 2,02 Prozent, was einer Nulllohnrunde gleichkommen würde da es deckungsgleich mit der Inflation ist. „Die Produktivität in der Metallindustrie ist um sechs Prozent gestiegen, somit ist unsere Gesamtforderung von fünf Prozent gerechtfertigt. Diesen Umstand und eine faire Verhandlungseinstellung der Gegenseite bekräftigten wir heute bei unserer Versammlung. Auch bei den Arbeitszeitforderungen gab es bislang zu wenig Entgegenkommen auf Arbeitgeberseite,“ erklärt Christoph Scheiber, Vorsitzender Wirtschaftsbereich Metall GPA-djp-Tirol.

Bei der heutigen BetriebsrätInnen-Konferenz haben auch BetriebsrätInnen aus anderen Bereichen wie der Bahn, der Brauindustrie, der Arbeitskräfteüberlassung und des Metallgewerbes teilgenommen. Auch in diesen Branchen finden Lohn- und Gehaltsverhandlungen statt. „Dieser Zusammenschluss verschiedener Branchen ist ein starkes Zeichen von gelebter Solidarität”, schließt der Vorsitzende der Produktionsgewerkschaft (PRO-GE) und Arbeiterbetriebsratsvorsitzender der GE Jenbacher, Patrik Tirof.

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