Um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten, speichert diese Website Informationen über Ihren Besuch in sogenannten Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen über Cookies, sowie welche Daten wir wie lange speichern, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Dort können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen und die Browsereinstellungen entsprechend anpassen.

GPA-djp
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier
Christoph Scheiber
Symbolbild für die KV-Verhandlungen in der Metallindustrie

Tiroler KV-Verhandler unterstreichen Forderungen für KV-Runde

„Voraussetzungen sind so gut wie noch nie“

„Gerade für die Tiroler beschäftigten ist das Lohnplus von 5 Prozent enorm wichtig!“, so Robert Koschin, Landesgeschäftsführer der PRO-GE Tirol, und Christoph Scheiber, KV-Verhandler der GPA-djp Tirol. Die beiden Gewerkschaften verhandeln für die Arbeiter (PRO-GE) und Angestellten (GPA-djp) im Metallbereich und haben heute Vormittag ihren Forderungskatalog übergeben.

Die Voraussetzungen sind so gut wie noch nie: Die Wirtschaft boomt, die Konjunktur ist auf einem Rekordhoch. Neben einer prozentuellen Erhöhung der Einkommen fordern die Gewerkschaften einen Mindestbetrag und das Recht auf eine 4-Tage-Woche. „Wir fordern Rechtssicherheit für die Beschäftigten, diese ist nämlich im neuen sehr schwammig gehaltenen Arbeitszeitgesetz nicht gegeben. Daher ist uns der Rechtsanspruch auf eine 4-Tage-Woche und die Ablehnung von Überstunden ein besonderes Anliegen“, so Koschin und Scheiber. Vom Lohnplus in der Höhe von 5 Prozent bzw. einem Mindestbetrag von 100 Euro sollen vor allem die BezieherInnen niedriger Einkommen profitieren. „Für Tirol ist diese Forderung wesentlich, sind doch bei uns die Lebenserhaltungskosten besonders hoch“, argumentieren die beiden Gewerkschafter.

Das Forderungsprogramm 2018 im Detail:

  • Erhöhung der Mindestlöhne bzw. Mindestgehälter
  • Erhöhung der IST-Löhne bzw. IST-Gehälter (Besondere Berücksichtigung der BezieherInnen niedriger Einkommen)
  • Aufrechterhaltung der Vertragsgemeinschaft aller fünf Fachverbände
  • Erhöhung der im Kollektivvertrag angeführten Zulagen und Aufwandsentschädigungen im Ausmaß der Erhöhung der Mindestlöhne und -gehälter. Abweichend davon sollen die Zulagen für Schicht- und Nachtarbeit wesentlich stärker erhöht werden
  • Anhebung der Lehrlingsentschädigungen auf: 700/900/1.200 bzw. 1.600 Euro
  • Rahmenrechtliche Verbesserungen, Herbeiführung eines Interessensausgleichs im Zusammenhang mit der Novelle zum AZG bzw. ARG:
    • Für Arbeit nach der 9. Arbeitsstunde an einem Wochentag gebührt ein Zuschlag von mindestens 75 %
    • Für Arbeit nach der 10. Arbeitsstunde an einem Wochentag gebührt neben einem Zuschlag von mindestens 100 % eine auf die zulässige Arbeitszeit anzurechnende bezahlte Pause von 15 Minuten
    • Verkürzung der kollektivvertraglichen Normalarbeitszeit insbesondere für jene ArbeitnehmerInnen, die besonders belastende Arbeit leisten
    • Gesicherte Antrittsrechte für den Verbrauch erworbener Zeitguthaben zur Erlangung längerer Freizeitblöcke; 4 Tage-Woche
    • Festsetzung einer Mindestabgeltung für Rufbereitschaft
    • Leichtere Erreichbarkeit der 6. Urlaubswoche
    • Wahlrecht für AN bei allen Überstunden, ob diese in Freizeit oder Geld abgegolten werden; ebenso sollen auf deren Wunsch Schicht- und Nachtarbeitszulagen auch in Form zusätzlicher Freizeit konsumiert werden können
    • Klare, rechtssichere, branchen- und praxisgerechte Gewährleistung des Freiwilligkeitsprinzips bei Überstunden
    • Geltungstermin: 1. November 2018

Artikel weiterempfehlen