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GPA-djp
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier
Geschäftsführer GPA-djp Tirol

Gewerkschaft der Privatangestellten freut sich über enormen Zulauf

Bereits 950 Beitritte seit Jahresbeginn, 1/3 mehr Mitglieder

Die Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier Tirol (GPA-djp) steuert auf einen neuen Rekordzugewinn an neuen Mitgliedern zu. „Seit Jahresbeginn haben sich 950 Tiroler Arbeitnehmerinnen entschlossen, der GPA-djp beizutreten“, freut sich Geschäftsführer Harald Schweighofer. Zum Vergleich: In den letzten Jahren verzeichnete die Angestellten-Gewerkschaft rund 1.000 Neubeitritte während des gesamten Kalenderjahres, diese Anzahl wurde jetzt bereits nach acht Monaten erreicht.

Regierungspolitik als Ursache
„Dies sind die Auswirkungen der aktuellen Politik unserer Bundesregierung, die sich gegen ArbeitnehmerInnen richtet – Stichwort 12-Stunden-Tag und 60-Stunden-Woche, Kürzungen bei der Sozialversicherung sowie beim AMS etc. Die ArbeitnehmerInnen sind richtig ‚sauer‘ und unterstützen unsere Proteste gegen diese ‚Konzernregierung‘“, so Schweighofer. Auf besonders positives Feedback stößt die Forderung der Gewerkschaft nach der Einführung einer 4-Tage-Woche und der früheren Erreichbarkeit der 6. Urlaubswoche. „Besonders jüngere ArbeitnehmerInnen werden sich der Bedeutung der Gewerkschaft bewusst, aber auch ehemals Gewerkschaftskritische ändern derzeit ihre Meinung und entscheiden sich für eine Mitgliedschaft. Großen Zulauf haben wir auch bei Beschäftigten in der Sozialversicherung“, erklärt Schweighofer.

Der 12-Stunden-Tag und 60-Stunden-Woche als enorme Belastung
Als extrem negative empfinden zahlreiche ArbeitnehmerInnen die Einführung des 12-Stunden-Arbeitstages und der 60-Stunden-Arbeitswoche. „Viele wissen nicht, wie sie Kinderbetreuung, Partnerschaft oder ehrenamtliches Engagement unter einen Hut bringen können, wenn sie quasi jederzeit damit rechnen müssen, 12 Stunden am Tag zu arbeiten. Die Kräfteverhältnisse im Betrieb schauen leider in der Realität so aus, dass kaum ein Mitarbeiter dem Chef den Wunsch abschlagen wird. Sie sind verunsichert, wie das in Zukunft weitergehen wird“, kann Schweighofer über das neue Arbeitszeitgesetz nur den Kopf schütteln. Vor allem Angestellte trifft es hart: Viele von ihnen arbeiten Gleitzeit und müssen aufgrund der Ausdehnung der Durchrechnungszeiträume mit dem Entfall von Überstundenzuschlägen rechnen. „Weiters wurde der Begriff ‚leitender Angestellter‘ auf Filialeiter-Stellvertreter, Abteilungsleiter-Stellvertreter und Teamleiter ausgedehnt, die künftig vom Arbeitszeitgesetz ausgenommen sind. Somit dürfen sie noch mehr arbeiten und sind quasi ‚vogelfrei‘ für die Arbeitgeber“, so Schweighofer abschließend.

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