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GPA-djp
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier
Geschäftsführer GPA-djp Tirol

GPA-djp-Schweighofer ortet skandalöse Vorgangsweise der Landesregierung

MitarbeiterInnen der TSD erfahren Jobverlust aus der Zeitung - 2/3 der Beschäftigten verlieren ihren Arbeitsplatz

 „Der Schock saß tief bei den MitarbeiterInnen der Tiroler Sozialen Dienste (TSD), die von dem massiven Jobabbau aus der Zeitung erfahren mussten. Von den derzeit noch rund 300 ArbeitnehmerInnen sollen in den nächsten zwei Jahren 230 ihren Arbeitsplatz verlieren. Bei der Gewerkschaft und dem Betriebsrat liefen die Telefone heiß, die Verunsicherung der Beschäftigten in diesem landesnahen Unternehmen ist groß“, ist Harald Schweighofer, Geschäftsführer der Gewerkschaft GPA-djp Tirol erzürnt über die Vorgangsweise der Eigentümervertreter. Schweighofer bezieht sich auf einen entsprechenden Bericht in der Tiroler Tageszeitung. „Von der zuständigen Landesrätin wird den Beschäftigten per Medien ausgerichtet, dass diese ihren Arbeitsplatz verlieren sollen und sie für Herbst eine Informationsrunde plant. Dies ist aus Sicht der Gewerkschaft GPA-djp Tirol auf jeden Fall zu spät, wenn über zwei Dritte der ArbeitnehmerInnen ihren Job verlieren!“, appelliert Schweighofer.
 
Bei einer Sitzung der Landesregierung am 15. August soll die Zukunft der Tiroler Sozialen Dienste auf der Tagesordnung stehen, die Information an die Beschäftigen über die Auswirkungen jedoch erst im Herbst erfolgen. „Gerade die MitarbeiterInnen in so einem schwierigen Bereich wie der Flüchtlingsbetreuung haben es sich verdient, dass sie rechtzeitig über derartige Veränderungen informiert werden. Sie haben in den letzten Jahren unter schwierigsten Umständen ausgezeichnete Arbeit geleistet und erhalten als Dankeschön die Kündigung. Es wurde auch verabsäumt, sich rechtzeitig Gedanken über alternative Tätigkeitsfelder für die TSD zu machen. Die Gewerkschaft hat sich auch von Beginn an gegen die Ausgliederung des Flüchtlingswesens durch das Land Tirol ausgesprochen“, erinnert Schweighofer und weiter: „Zum Glück gab es auf massiven Druck des Betriebsrates und der Gewerkschaft hin im letzten Jahr Sozialplanverhandlungen und einen erfolgreichen Abschluss eines solchen zur Abfederung von sozialen Härten rückwirkend mit 1. August 2017. Die Betriebsvereinbarung wurde auf Verlangen des Betriebsrates und der Gewerkschaft bis Sommer 2019 abgeschlossen.“
 
Die Landesregierung und die Geschäftsführung wollten den Sozialplan ursprünglich nur bis Jahresende abschließen. Auf massives Drängen der Interessenvertretungen der ArbeitnehmerInnen bei den zähen Sozialplanverhandlungen konnte er aber bis 31. Juli 2019 – also für zwei Jahre – abgeschlossen werden. „Nun wird es darum gehen, dass der Sozialplan auf jeden Fall bis Ende 2020 verlängert wird. Die Gewerkschaft GPA-djp Tirol wird den Betriebsrat bei der Umsetzung der Verlängerung unterstützen, auch wenn dies über die Schlichtungsstelle erfolgen müsste. Wir werden wie immer auf der Seite der Beschäftigten stehen“, meint Schweighofer abschließend. 
 

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