Um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten, speichert diese Website Informationen über Ihren Besuch in sogenannten Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen über Cookies, sowie welche Daten wir wie lange speichern, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Dort können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen und die Browsereinstellungen entsprechend anpassen.

GPA-djp
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier
v.l.n.r.: Erik Lenz (Zentralbetriebsrat), Mario Pritzi (Gewerkschaft vida tirol), Christian Hauser (stv. ÖGB-Vorsitzender Tirol)
Betriebsversammlung im Eingangsbereich vom Rehazentrum Bad Häring für Angestellte gemeinsam mit den Patienten

Bereitschaft zu Kampfmaßnahmen in Bad Häring

„Schämen Sie sich, Frau Ministerin!“ „Wir sind bereit für Kampfmaßnahmen!“, stellt Tirols stellvertretender ÖGB-Vorsitzender Christian Hauser klar. Er sagte heute Vormittag den Beschäftigten des REHA-Zentrums Bad Häring im Rahmen der Betriebsversammlung zusammen mit den Fachgewerkschaften GPA-djp und vida vollste Unterstützung zu. Als Symbol verteilten sie Warnwesten und Trillerpfeifen.

Milchmädchenrechnung der Ministerin
Die geforderte Einsparung berechnet sich auf Basis der Reduzierung der Beiträge von 1,3% auf 0,8%, daraus ergeben sich 522 Mio. Euro. „Allerdings wird die Verwaltung für das Jahr 2017 mit 95 Mio. beziffert – woher sollen die restlichen 427 Millionen kommen? Ich sage es Ihnen: durch Einsparungen beim Personal, bei den Leistungen, in der Forschung und bei den Patientinnen und Patienten! Schämen Sie sich, Frau Ministerin!“ richtete Hauser zu Beginn der Versammlung eine leidenschaftliche Rede an die Anwesenden.
 
90 Jahre Kompetenz werden ignoriert
„Geht es der Regierung dabei lediglich um Einsparungen im System oder vielleicht doch eher um Umverteilung von Macht, von der Selbstverwaltung hin zur Politik?
Will man ein jahrzehntelang funktionierendes System wirklich von heute auf morgen zerstören und dadurch den sozialen Frieden in Österreich gefährden? Sehen wir hier nicht vielmehr einen persönlichen Rachefeldzug der Ministerin?“, fragt sich Hauser. Er vermutet hinter dem Schritt zudem die Interessen der Industriellenvereinigung, die die UV-Beiträge seit langem senken will.
 
Verunsicherung bei MitarbeiterInnen
Hauser ortete unter den MitarbeiterInnen große Verunsicherung und komplettes Unverständnis für die Aussage von Sozialministerin Hartinger-Klein, die AUVA aufzulösen. Er kündigt an, als Arbeitnehmervertreter diesem Vorhaben nicht tatenlos zuzusehen: „Wir sind weltweit spitze im Bereich der Unfallheilbehandlung und Unfallrehabilitation, wir integrieren ehemalige Schwerstverletzte optimal in den Arbeitsmarkt. Das kommt sowohl den verunfallten Personen als auch der gesamten Wirtschaft zugute. Wenn unsere qualitativ hohe Einzelstellung in Gefahr ist, werden wir uns wehren!“

In dieselbe Kerbe schlägt auch Christof Federspiel, betreuender Sekretär der Gewerkschaft GPA-djp: „Die derzeitige Unfallheilung auf Spitzenniveau wäre Geschichte. Die Beschäftigten haben unsere hundertprozentige Unterstützung – wir werden nicht tatenlos zusehen, wie eine 90jährige Erfolgsgeschichte mutwillig zerstört wird!“

Artikel weiterempfehlen