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GPA-djp
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier
v.l.n.r.: Barbara Nerad, Fabian Saxl
GPA-djp gibt Tipps für Gehaltsverhandlungen

Frauen bei Gehaltverhandlungen stärken

Umfrage bestätigt: Männer verhandeln öfter

Mittels einer IFES-Umfrage unter 800 Angestellten in ganz Österreich untersuchte die Gewerkschaft der Privatangestellten – Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) geschlechterspezifische Unterschiede bei Gehaltsverhandlungen. „Es gibt hier eindeutige Unterschiede zwischen Frauen und Männern. So konnte zwar mehr als ein Drittel der Männer (36%) bei Berufseintritt über die Höhe des Gehalts verhandeln, aber nur knapp ein Viertel der Frauen (24%)“, so Barbara Nerad, Frauenvorsitzende der GPA-djp Tirol.

Frauen müssen selbst aktiv werden
Die Umfrage ergab zudem, dass Frauen während ihrer Berufslaufbahn seltener außerordentliche Gehaltserhöhungen lukrieren als ihre männlichen Kollegen (37 zu 42%). „Hinzu kommt, dass dies bei Frauen deutlich häufiger auf eigene Initiative hin passierte, bei den Männern jedoch überdurchschnittlich oft seitens der jeweiligen Geschäftsführungen“, erläutert Nerad. So müssten 44% der Frauen für eine außerordentliche Gehaltsverhandlung selbst die Initiative ergreifen, während der Prozentsatz bei den Männern bei 39% liegt.

Betriebsbesuche in ganz Tirol
Tirols GPA-djp-Jugendvorsitzender Fabian Saxl will vor allem junge Frauen ermutigen, für das ihnen zustehende Gehalt zu kämpfen: „Wir sind diese Woche in Betrieben in ganz Tirol unterwegs, um berufstätigen Frauen und potenziellen Einsteigerinnen Mut zu machen, aktiv zu werden und mehr Gehalt einzufordern. Immerhin begründen mit 20% doppelt so viele Frauen wie Männer (11%) ihre nicht geführten Gehaltsverhandlungen mit fehlendem Mut bzw. mangelnder Unterstützung.“ Knapp die Hälfte gab zudem an, nicht über dem Kollektivvertrag entlohnt zu werden (Frauen: 48%, Männer: 36%).

Verantwortung nicht nur bei Betroffenen
„Es sind weitere Maßnahmen notwendig, um die Einkommensschere zu schließen. Wir fordern daher die Evaluierung von Einkommensberichten und deren Übermittlung an ÖGB, AK und WKO, zudem sollte es Sanktionen geben für jene Betriebe, die die Einkommensberichte nicht erstellen. Zudem fordern wir Gleichstellungspläne im Betrieb, konkret einen verpflichtenden Austausch der Geschäftsführung mit dem Betriebsrat zum Einkommensbericht, um gemeinsam einen Gleichstellungsbericht zu erarbeiten“, so Nerad abschließend.

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