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GPA-djp
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier

Übergabe des Forderungsprogramms markiert Start der KV-Verhandlungen

Tiroler Team maßgeblich beteiligt

Am Mittwoch, 20. September, läutete die Übergabe des Forderungsprogramms den Start der diesjährigen Kollektivvertragsverhandlungen für die Metallindustrie, die Bergwerke- und eisenerzeugende Industrie sowie die Gas- und Wärmeversorgungsunternehmungen ein. Das Tiroler Verhandlungsteam war mit Vertretern der Gewerkschaften GPA-djp und PRO-GE bestens aufgestellt. Für die Belange der Angestellten traten Christoph Scheiber, Betriebsratsvorsitzender der Angestellten der Plansee Group und Franz Beltermann (Angestellten-BRV-Stv. der GE-Jenbacher) ein, für die ArbeiterInnen saßen Robert Koschin (Geschäftsführer der PRO-GE), Roland Weirather (Arbeiter-BRV der Plansee Group) und Patrik Tirof (Arbeiter-BRV von GE Jenbacher) am Verhandlungstisch. Die Betriebsräte konnten über die exzellenten Wirtschaftsdaten ihrer Firmen berichten und nahmen damit der Arbeitgeberseite den Wind aus den Segeln. Die Arbeitgeber hatten sichtlich Mühe, überhaupt Gegenargumente für einen guten Abschluss zu finden.

Unterstrichen wurden die positiven Wirtschaftsberichte vom Österreichischen Wirtschaftsförderungsinstitut (WIFO). Dr. Marcus Scheiblecker zeichnete im Vorfeld des Wirtschaftsgesprächs ein überaus positives Bild der aktuellen Lage. Auf Arbeitgeberseite ortet Scheiber allerdings ein Spiel auf Zeit. Von einem konkreten Angebot war man leider weit entfernt, stattdessen wurden die Arbeitnehmervertreter mit inhaltslosen Überschriften abgespeist. Es zeichnet sich ab, dass die guten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen alleine vermutlich nicht ausreichen werden, um einen den Erwartungen entsprechenden Abschluss zu erreichen.

Die Gewerkschaften GPA-djp und PRO-GE überreichten den 5 Fachverbänden und der Berufsgruppe der Gießerei ein gemeinsames Forderungsprogramm mit folgenden Inhalten:

1. Erhöhung der Mindestlöhne bzw. Mindestgehälter

2. Erhöhung der IST-Löhne bzw. IST-Gehälter

  • Besondere Berücksichtigung der BezieherInnen niedriger Einkommen


3. Aufrechterhaltung der Vertragsgemeinschaft aller fünf Fachverbände

4. Erhöhung der im Kollektivvertrag angeführten Zulagen und Aufwandsentschädigungen im Ausmaß der Erhöhung der Mindestlöhne und -gehälter.

  • Abweichend davon soll die Zulage für die 2. Schicht um 25 % und die Zulage für die 3. Schicht bzw. Nachtarbeit um 50 % erhöht werden.

5. Anhebung der Lehrlingsentschädigungen auf 40/50/60 bzw. 70 % des Facharbeiterlohnes

6. Freizeitoption: Gesichertes Wahlrecht zwischen Lohn-/Gehaltserhöhung oder zusätzlicher Freizeit

7. Rahmenrechtliche Verbesserungen:

  • Anrechnung von Elternkarenzen im Ausmaß von bis zu 22 Monaten je Kind als Beschäftigungsgruppenjahre
  • Bei Beschäftigung im Ausland gebührt mindestens die in Österreich zustehende Aufwandsentschädigung
  • Rechtsanspruch, Kündigungsschutz und Anrechnung auf dienstzeit-abhängige Ansprüche für die Familienzeit („Papamonat“)
  • Auf Wunsch des Arbeitnehmers bzw. der Arbeitnehmerin ist Altersteilzeit insbesondere in Form der Blockvariante zu vereinbaren


8. Geltungstermin: 1. November 2017

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