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GPA-djp
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier

ÖGB Tirol: Ständige Erreichbarkeit macht krank!

Rufbereitschaft muss entlohnt werden, Arbeitsschutzgesetz nimmt Arbeitgeber in die Pflicht

„Ständige Erreichbarkeit macht krank!“, warnen die Gewerkschafter Philip Wohlgemuth und Harald Schweighofer anlässlich einer kürzlich von Deloitte Österreich, der Universität Wien und der FH Oberösterreich durchgeführten Studie, wonach fast jede vierte Firma ihre MitarbeiterInnen auch außerhalb der Arbeitszeit erreichen möchte. „Regelmäßige Unterbrechungen von Arbeitspausen, Wochenendruhe und Urlaub können ernsthafte Erkrankungen bis hin zum Burn-Out zur Folge haben. Burn-Out ist mittlerweile die Volkskrankheit Nummer eins!“, weiß Tirols ÖGB-Vorsitzender Philip Wohlgemuth. Mittlerweile ist jede/r vierte ArbeitnehmerIn von Burn-out gefährdet. „Die Auswirkungen der psychischen Belastungen am Arbeitsplatz sind verheerend, es kann jede und jeden treffen“, weiß Wohlgemuth. Die gesamtwirtschaftlichen Kosten für Krankenstände aufgrund arbeitsbedingter psychischer Belastungen belaufen sich auf rund 3,3 Milliarden Euro jährlich. „Daher lehnen wir auch die Forderung der Wirtschaftskammer nach einem generellen 12-Stunden-Tag strikt ab“, so Wohlgemuth.

Rufbereitschaft muss entlohnt werden
Die Gewerkschaft der Privatangestellten Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) versucht dieser Entwicklung seit längerem entgegen zu steuern und an die Verantwortung der Unternehmen zu appellieren. „In der Freizeit geleistete Arbeitszeit ist abzugelten – egal wann und wo sie geleistet wird! Dafür muss entweder Geld oder ein Zeitausgleich gegeben werden. Auch Zeiten der Arbeitsbereitschaft sind zu entlohnen. Der Oberste Gerichtshof hat klar festgelegt, dass die Verpflichtung, über das Handy erreichbar zu sein, eine Form der Rufbereitschaft ist, die entlohnt werden muss“, beschreibt Tirols GPA-djp-Geschäftsführer Harald Schweighofer die rechtlichen Rahmenbedingungen. Die GPA-djp Tirol hat in den vergangenen Jahren im Rahmen der Aktionswoche „Schalt mal ab!“ mehr als 4.000 Tiroler Angestellte darüber informiert, dass es sinnvoll ist, einmal abzuschalten, damit psychische Erkrankungen und Burn-out nicht weiter ansteigen.

ASchG: Arbeitgeber muss für Schutz sorgen!
„Das ArbeitnehmerInnenschutzgesetz legt fest, dass der Arbeitgeber für den Schutz der Beschäftigten sorgen muss. Dazu zählt definitiv auch der Schutz vor psychischen Erkrankungen, wie Stress und Burnout. Der Arbeitsplatz darf keinen physischen und keinen psychischen Schaden anrichten!“, informiert Schweighofer.

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