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GPA-djp
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier

ÖGB Region Unterland bekräftigt Forderung nach 1.700 Euro Mindestlohn

Straßenumfrage im Bezirk Kitzbühel untermauert Gewerkschaftsstandpunkt

„Das Aus für Niedriglohnbranchen wäre ein wichtiger Schritt zu sozialer Gerechtigkeit. Die Interessen der ArbeitnehmerInnen dürfen nicht immer unter die Räder geraten!“, appelliert Margit Luxner, Vorstandsmitglied des ÖGB der Region Unterland. Die Armutsgefährdungsschwelle liegt in Österreich nachweislich bei einem monatlichen Bruttoeinkommen von 1.500 Euro. „Aus diesem Grund bekräftigen wir unsere Forderung nach einem kollektivvertraglichen Brutto-Mindestlohn von 1.700 Euro. Denn wer Vollzeit arbeitet, darf nicht armutsgefährdet sein!“, ist Luxner überzeugt.


Der Großteil (85 Prozent) der Befragten befürwortet ein monatliches Mindesteinkommen in der Höhe von 1800.- Euro brutto, um ein menschenwürdiges Leben zu gewährleisten. Eindrucksvoll wurden auch das Vertrauen zur Sozialpartnerschaft und den damit gewährleistenden Kollektivverträgen mit über 85 Prozent bestätigt.


Der kürzlich erschienene Arbeitsklima-Index der AK Oberösterreich ergab, dass zwei Drittel der Beschäftigten, die mit ihrem Vollzeitjob weniger als 1.300 Euro netto verdienen (entspricht etwas weniger als 1.700 Euro brutto), nur knapp mit ihrem Einkommen auskommen. Bei elf Prozent reicht der Lohn gar nicht. „Vor allem betroffen von Niedriglöhnen in Österreich sind Frauen. Hier muss man auch einmal über eine Arbeitsbewertung nachdenken. Ist die Arbeit einer Pflegerin etwa weniger wert als die eines Arbeiters im Metallgewerbe?“, fragt Tirols ÖGB-Vorsitzender Otto Leist provokant. Derzeit verdienen rund 420.000 Beschäftigte weniger als 1.700 Euro brutto im Monat. Leist zeigt sich jedoch zuversichtlich, dass die Sozialpartner bei ihren Verhandlungen bis Ende Juni eine Einigung auf 1.500 Euro brutto erzielen werden. „Das soll ein Zwischenschritt zur Erhöhung des Monatseinkommens auf 1.700 Euro sein“, so der Tiroler ÖGB-Vorsitzende.

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