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GPA-djp
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier
Fabian Saxl, Vorsitzender der Tiroler GPA-djp Jugend

GPA-djp Jugend: Praktika-Ausschreibungen bei den Tiroler Grünen mit fehlenden Informationen und unzureichender Bezahlung

„Politische Parteien haben Vorbildwirkung – Stundenlohn von 2,50 Euro ein Witz“

Die Ausschreibungen mehrere Praktika bei den Tiroler Grünen ruft die Jugend der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier auf den Plan. „Bei den Ausschreibungen fehlten verpflichtende Angaben wie das Gehalt. Erst auf unsere Intervention hin wurde es im Nachhinein angegeben. Die Bezahlung von umgerechnet 2,50 Euro pro Stunde ist allerdings ein Witz – eine politische Partei hat Vorbildwirkung und sollte sich dessen auch bewusst sein“, meint Fabian Saxl, Vorsitzender der Tiroler GPA-djp Jugend. In der Ausschreibung wird eine „Aufwandsentschädigung von bis zu 600 Euro“ für maximal 240 Arbeitsstunden angeführt.

„Aufgrund des Ausschreibungstextes ist mir schleierhaft, wo bei diesen Praktika der Ausbildungscharakter liegt. Vielmehr liegt die Vermutung nahe, dass man sich billige ArbeitnemerInnen beschaffen will“, ergänzt Jonathan Llam Ramirez, Landesjugendsekretär der GPA-djp Tirol. Da es sich bei den angebotenen Praktika offensichtlich um freiwillige Praktika handelt und nicht um Pflichtpraktika, gelten dafür die allgemein gültigen Bestimmungen. „Im Grunde ist ein freiwilliges Praktikum nichts anderes als ein ganz normales befristetes Dienstverhältnis. Daher steht den PraktikantInnen ein Gehalt zu, es gilt der branchenübliche Kollektivvertrag“, informiert Saxl.

Praktika als versteckte Arbeitsverhältnisse

Immer wieder finden sich in Praktika versteckte Arbeitsverhältnisse, viele Leistungen der jungen ArbeitnehmerInnen bleiben unentlohnt. Aus diesem Grund verstärkt die GPA-djp  Jugend in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz (BMASK) und der „Plattform Generation Praktikum“ den Kampf gegen dubiose Inserate. „Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass man oft in Form von Veröffentlichung rechts- oder kollektivvertragswidriger Handlungen Unternehmen zur Vernunft bringen kann. Dieses Mittel wollen wir auch für mehr Rechte junger ArbeitnehmerInnen nutzen. Daher können PraktikantInnen auch rückwirkend anonym melden, wie ihr Praktikum bezüglich Bezahlung und Arbeitszeit abgelaufen ist“, informiert Llam Ramirez. Betroffene finden auf der Plattform www.watchlist-praktikum.at alle Informationen und können dort ihre Erfahrungen melden. Die Angaben werden dann zur Prüfung an die Tiroler Gebietskrankenkassen weitergeleitet, die bei Vorliegen von Arbeitsverträgen die sozialversicherungsrechtliche Richtigstellung verlangen können.

Rückfragen:
Fabian Saxl, Mobil: 0660-4638078

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