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GPA-djp
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier

Allianz freier Sonntag Tirol: Neugründung mit breiter Unterstützung

„Aktuelle Entwicklung reduziert Menschen auf reine Arbeits- und Kaufkraft“

„Aufgrund der aktuellen Ereignisse im Bundesland Tirol ist eine Neugründung der Allianz für den freien Sonntag Tirol dringend notwendig“, erklärte Franz Georg Brantner, Bundessprecher der Allianz und Bundesvorsitzender des Ausschusses Handel in der Gewerkschaft der Privatangestellten – Druck, Journalismus Papier (GPA-djp), zu Beginn der heutigen Pressekonferenz. „Sonn- und Feiertage stellen für alle Menschen in unserer Gesellschaft einen unverzichtbaren Wert dar. Eine Ausweitung würde gravierende Einschnitte bedeuten. Mittlerweile sollen Menschen mit ihrer Erwerbsarbeit rund um die Uhr verfügbar sein, diese Entwicklung reduziert den Menschen auf eine reine Arbeits- und Kaufkraft!“, fasst Brantner das Grundsatzprogramm zusammen. Damit nahm er Bezug auf die immer wieder von Wirtschaftsseite ins Spiel gebrachte Sonntagsöffnung im Handel.

Gesetzliche Bestimmungen sichern fairen Wettbewerb
Der Tiroler Sonntagsallianz gehören verschiedenste Organisationen an, darunter die Diözese Innsbruck, die GPA-djp Tirol und der ÖGB Tirol. Sabine Klieber, Sprecherin der Allianz für den freien Sonntag Tirol, erklärte die Hintergründe: „Trotz der Befragung unter den Innsbrucker Handelsangestellten im Herbst 2015, bei der mehr als 93% ihre Ablehnung einer möglichen Sonntagsöffnung verdeutlicht hatten, ist die Sonntagsöffnung nach wie vor Wunsch vieler Wirtschaftstreibender. Die GPA-djp Tirol startete aufgrund wiederkehrender Sonntagsöffnungen zuletzt eine Aktion scharf, die schließlich zu zwei Anzeigen wegen unlauteren Wettbewerbs führte.“ Weiters fasste sie die gesetzlichen Bestimmungen zusammen: „Die sogenannte Tourismusregelung sieht vor, dass Geschäfte in 22 besonders tourismusintensiven Tiroler Orten während der Saison am Sonntag mit der Beschäftigung von ArbeitnehmerInnen verkaufen dürfen. In den restlichen Orten ist der Sonntagsverkauf nur ohne die Beschäftigung von Angestellten gestattet. Grundsätzliches ist beides nur mit eigeschränktem Sortiment erlaubt.“

Verankerung in Verfassung nachholen
Walter Fritzner, stellv. Sprecher der Tiroler Sonntagsallianz, ließ die bisherigen Entwicklungen Revue passieren: „Gegründet 2002 in der Diözese Innsbruck ging es der Allianz ursprünglich um den 8. Dezember – dieser war jedoch leider nicht mehr zu retten. Damals unterzeichneten alle im Landtag vertretenen Parteien Eine Erklärung, die sich für die Verankerung des arbeitsfreien Sonntags in der Tiroler Landesverfassung. Seither gab es allerdings nur mehr Vertröstungen und Lippenbekenntnisse. In der Steiermark, Oberösterreich, Wien und Niederösterreich ist der arbeitsfreie Sonntag bereits in der Verfassung verankert, in Tirol leider noch nicht. Dieser wichtige Schritt sollte dringend nachgeholt werden.“

Ziel: öffentliches und politisches Bewusstsein schaffen
Klieber gab abschließend einen Ausblick auf die nächsten Aktivitäten: „Unser Ziel ist es, öffentliches und politisches Bewusstsein für den freien Sonntag zu schaffen. Daher sind bereits einige Aktionen in Planung. Generell arbeiten wir derzeit daran, unser Netzwerk zu erweitern, um weiterhin gezielt für den freien Sonntag zu kämpfen.“

Mitbegründer der Allianz für den freien Sonntag Tirol:
AK Tirol – Betriebsseelsorge Salzburg – Die Kinderfreunde Tirol - Diözese Innsbruck – Erzdiözese Salzburg – Evangelische Superintendenz A.B. Salzburg und Tirol – Gewerkschaft der Privatangestellten-Druck, Journalismus, Papier -  Katholische Aktion Salzburg – Katholische Aktion Innsbruck – ÖGB Tirol

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