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GPA-djp
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier
Jugendsekretär der GPA-djp Tirol Jonathan Llam Ramirez
Fabian Saxl, Regionaljugendvorsitzender der GPA-djp Tirol

GPA-djp Jugend Tirol sagt unfairen Praktika den Kampf an

„Regelungen einhalten statt Lohndumping forcieren“

Trotz eines gültigen Durchführungserlasses werden Praktika in der Realität anders gehandhabt als sie sollten. „Die Regelung sieht grundsätzlich vor, dass HAK- und HASCH-SchülerInnen ein Pflichtpraktikum absolvieren müssen. Folgende Probleme erschweren allerdings die Umsetzung: prinzipiell stehen nicht genug Plätze am Arbeitsmarkt zur Verfügung, der Ausnahmefall wird zur Regel sprich Unterbezahlung ist an der Tagesordnung und dies führt in weiterer Folge zu Lohndumping in allen ähnlichen Arbeitsverhältnissen“, erklärt Fabian Saxl, Regionaljugendvorsitzender der Gewerkschaft der Privatangestellten – Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) Tirol. Überdies fischen HAK- und HASCH-SchülerInnen im selben arbeitmarktpolitischen Pool wie ‚gewöhnliche‘ FerialarbeiterInnen. Somit gibt es einen weiteren Mitstreiter um die ohnehin begrenzten Ferialarbeitsplätze. 

Kein Praktikum um jeden Preis
Die GPA-djp Tirol fordert die Einhaltung des Erlasses. „Die Rahmenbedingungen eines Praktikums im HAK- und HASCH-Bereich sind klar geregelt. In keiner Praktikumsform gibt es für den Arbeitnehmer günstigere Regelungen. Ziel muss sein,  diese in die Realität um zu setzen und nicht zu kapitulieren“, sagt Jonathan Llam Ramirez, Jugendsekretär der Tiroler GPA-djp. „Es besteht außerdem die Möglichkeit, dass die Direktion einen Dispens erteilt. Der Schüler muss dafür nur nachweisen, dass er sich bemüht hat, einen Praktikumsplatz zu bekommen, dann darf die Direktion ihm den Abschluss der Schule ohne absolviertes Praktikum erlauben. Unsere Position ist klar: Ein Praktikum kann nie so wichtig sein, dass dafür prekäre Arbeitsbedingungen in Kauf genommen werden müssen“, so Llam Ramirez.

AK-Forderung bedeutet Verschlechterung
Die Forderung der AK Tirol, nach der Praktikumsverhältnisse analog zur Lehrlingsentschädigung zu entlohnen sind, bedeutet in diesem Fall eine klare Verschlechterung für die SchülerInnen, da der Erlass vorsieht, dass es sich in der Regel um Dienstverhältnisse handeln muss, die unter die kollektivvertraglich festgehaltenen Lohntabellen fallen. „Es wäre in jedem Fall besser, dass man versucht, die jetzigen Regelungen umzusetzen, anstatt bestehende aufzuweichen“, sind sich die beiden Gewerkschafter sicher.

 

 

Rückfragen:
Jonathan Llam Ramirez, Mobil:  0676-817 118 111
Fabian Saxl, Mobil: 0660-4638078
Helena Sachers, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit ÖGB Tirol, Mobil: 0664-614 51 86

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