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GPA-djp
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier

Goldener Sonntag im Handel

Unzumutbar für Handelsangestellte, die zu 70% Frauen sind

„Keine andere Branche ist in der Vorweihnachtszeit einem so massiven Arbeitsaufkommen ausgesetzt wie der Handel. Bodenseers Vorschlag ist eine absolute Missachtung der Arbeit, die die Handelsangestellten ohnehin schon leisten, und unzumutbar“, kritisiert Otto Leist, Tirols ÖGB-Vorsitzender und des Regionalausschusses Handel, den Vorschlag des Tiroler Wirtschaftskammerpräsidenten. Dieser hatte gefordert, am vierten Adventsonntag die Geschäfte aufzusperren.
Harald Schweighofer, Regionalgeschäftsführer der GPA-djp, fürchtet zudem eine weitere schrittweise Ausdehnung: „War am Samstag zuerst einmal im Monat nachmittags shoppen angesagt, so wurden die Öffnungszeiten schnell bis 17 Uhr ausgedehnt, mittlerweile haben viele Geschäfte bis 18 Uhr geöffnet. Wird das bei den Sonntagen ähnlich gehandhabt?“ Marcus Wild, Chief Executive Officer des Sillpark-Betreibers SES, hatte zuletzt vorgeschlagen, ‚an jeweils vier bis sechs Sonntagen im Jahr sollten aber offene Läden möglich sein.‘
„Bisher betonte die Wirtschaftskammer, man hätte ‚ja nie über die Sonntagsöffnung gesprochen bzw. man habe 2013 den generell freien Sonntag unterstützt‘. Da sieht man leider, wie viel die Aussagen der Wirtschaftskammer-Vertreter wert sind“, so Schweighofer.
Leist ergänzt: „Mit den bisherigen Öffnungszeiten ist sichergestellt, dass jeder genug Zeit findet, einzukaufen. Auch wenn die Geschäfte am Sonntag geöffnet wären, haben die Leute nicht mehr Geld zum Ausgeben.“ Bei einer kürzlich von der GPA-djp durchgeführten Umfrage unter den Innsbrucker Handelsangestellten hatten sich 93,3% der Befragten gegen eine Sonntagsöffnung ausgesprochen. Ein Großteil der im Handel Beschäftigten sind Frauen.
 

Anhang:
Fotos (Abdruck honorarfrei/ÖGB Tirol)

Rückfragen:
Otto Leist, Mobil: 0664-450 24 16
Harald Schweighofer, Mobil: 0676-817 118 100

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