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GPA-djp
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier
Harald Schweighofer

GPA-djp Tirol: Aufruf gegen Hasspostings im Internet

Achtung: Arbeitsrechtliche Maßnahmen möglich und gerechtfertigt

Kaum wurden die Terroranschläge in Paris bekannt, waren in den sozialen Netzwerken bereits die ersten Hasspostings zu lesen. Dabei übersehen die User oft, dass ihr Handeln auch arbeitsrechtliche und strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen kann. Harald Schweighofer, Regionalgeschäftsführer der GPA-djp Tirol (Gewerkschaft der Privatangestellten – Druck, Journalismus, Papier), informiert: „Mögliche arbeitsrechtliche Konsequenzen reichen von Abmahnung bis Entlassung. Wir rufen die ArbeitgeberInnen auch klar auf, auf Hasspostings zu reagieren. Wobei wir dazu raten, nicht sofort zu entlassen, sondern vorab mit Abmahnungen und anderen rechtlichen Schritten auf das Fehlverhalten aufmerksam zu machen. Weitere sinnvolle Maßnahmen sind Anweisungen zum Umgang mit Internet in der Arbeitszeit sowie in Verbindung mit dem eigenen Arbeitsplatz und vielleicht auch ein Sensibilisierungstraining für ArbeitnehmerInnen.“

Weiters könnten BetriebsrätInnen Betriebsvereinbarungen zur Nutzung des Internets abschließen. Insgesamt hält Schweighofer fest, dass die GPA-djp Tirol als demokratische Organisation kein Verständnis für sogenannte Hasspostings aufbringe: „Gerade aufgrund unserer eigenen Geschichte und unserer Statuten lehnen wir solche fremdenfeindliche Äußerungen strikt ab. Trotzdem sollten ArbeitgeberInnen richtig reagieren: zuerst abmahnen, weitere arbeitsrechtliche Schritte androhen und dann erst entlassen.“

Foto: Abdruck honorarfrei/ÖGB Tirol, Praxmarer

Rückfragen:
Harald Schweighofer, Mobil: 0676-817 118 100

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