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GPA-djp
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier

GPA-djp Tirol setzt Zeichen bei Innsbrucker Gemeinderatssitzung

„3.000 Handelsangestellte und deren Familien zählen nicht?“

Zu Beginn der heutigen Innsbrucker Gemeinderatssitzung forderten VertreterInnen der Gewerkschaft der Privatangestellten – Druck, Journalismus, Papier mit Plakaten und Flyern die Innsbrucker MandatarInnen auf, die Meinung der Handelsangestellten zur Shopping Night bei ihrer Beschlussfassung entsprechend zu berücksichtigen. Auf der Tagesordnung der Gemeinderatssitzung stand der Antrag an Landeshauptmann Günther Platter, die für 3. Juni 2016 geplante Shopping Night und die damit verbundene Verlängerung der Öffnungszeiten bis 23 Uhr zu verordnen.
Bei der im September von der GPA-djp durchgeführten Umfrage hatten mehr als zwei Drittel der betroffenen Handelsangestellten angegeben, bei der Shopping Night nicht bis 23 Uhr arbeiten zu wollen.  Auch von Geschäftsinhabern in der Innenstadt gab es negative Rückmeldungen: Viele gaben an, aufgrund der Beteiligung der Einkaufscenter und fehlenden Umsatzes nicht mehr aufzusperren. Einige Geschäfte in den Einkaufszentren würden nicht an der Shopping Night teilnehmen, wenn sie nicht über ihre Pachtverträge dazu verpflichtet wären. „Sollte der Gemeinderat trotzdem für den Antrag stimmen, setzt er sich damit über die Meinung von über 3.000 Handelsangestellten hinweg“, erklärt Ing. Mag. David Schumacher, Regionalsekretär der GPA-djp Tirol für den Wirtschaftsbereich Handel.

Bereits mehrmals hatte sich die GPA-djp gegen die Innsbrucker Shopping Night in ihrer derzeitigen Form ausgesprochen. Einer der Hauptkritikpunkte war das fehlende Rahmenevent, das laut Gesetz für die Verordnung durch den Landeshauptmann Voraussetzung sein müsste. Zusätzlich bemängelt wurde die fehlende räumliche Einschränkung der Veranstaltung auf die Innsbrucker Altstadt,  für welche die Öffnungszeiten-Verordnung gedacht ist. „Die Öffnung der Einkaufszentren an einem Abend als ein Schlechtwetterprogramm ist und war nicht das Ansinnen des Gesetzgebers in den Bestimmungen des Öffnungszeitengesetzes“, stellt Harald Schweighofer, Regionalgeschäftsführer der GPA-djp Tirol klar. Otto Leist, Vorsitzender des ÖGB Tirol und des Regionalausschusses Handel in der GPA-djp Tirol, erklärt: „Ohne die Rabatte wäre der Umsatz an den Abenden katastrophal, mit den Rabatten kommt es lediglich zu einer Umsatzverschiebung.“
Die Shopping Night im Juni 2016 ist wieder als „Lange Nacht des Tanzes mit Shopping“ geplant. Schweighofer kritisiert, dass Kultur dabei zur Nebensache wird: „Man setzt sich nicht nur auf eine arrogante Art und Weise über Gesetze hinweg, sondern verfehlt mit der Erzeugung eines wahren Konsumrausches den Sinn einer kulturellen Abendveranstaltung. Kultur als Begleiterscheinung für ein Konsumevent zu degradieren, ist eine zusätzliche Frechheit.“ Bei der letztjährigen Veranstaltung hatten viele hochkarätige Tiroler Kulturinstitutionen wie der Innsbrucker Tanzsommer aus diesem Grund ihre Teilnahme abgesagt. 

 

Anhang:
Fotos (Abdruck honorarfrei/ÖGB Tirol, Sachers)

Rückfragen:
Otto Leist, Mobil: 0664-450 24 16

Harald Schweighofer, Mobil: 0676-817 118 100

Mag. Ing. David Schumacher, Mobil: 050301/68 105

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