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GPA-djp
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier

ÖGB Tirol erfreut über zahlreiches und positives Feedback der Handelsangestellten und Kleinunternehmer zur Urabstimmung

GPA-djp stellt Demokratieverständnis vom WK-Präsidenten und Politikern in Frage – „Sind Urabstimmungen bei Unternehmer erlaubt und bei ArbeitnehmerInnen nicht?“

Innsbruck, am 23. September 2015


ÖGB Tirol erfreut über zahlreiches und positives Feedback der Handelsangestellten und Kleinunternehmer zur Urabstimmung
GPA-djp stellt Demokratieverständnis vom WK-Präsidenten und  Politikern in Frage – „Sind Urabstimmungen bei Unternehmer erlaubt und bei  ArbeitnehmerInnen nicht?“

Sehr positives Feedback von den Beschäftigten erhält die GPA-djp (Gewerkschaft Druck, Journalismus, Papier) bei ihrer Dienstag gestarteten Befragung aller Handelsangestellten zur Shopping Night und einer möglichen Sonntagsöffnung. Das Ergebnis der Urabstimmung wird am 28.9. im Rahmen eines Pressgesprächs vorgestellt.

Dass allein die Befragung so heftige Reaktionen von verschiedenen Seiten der hervorruft, ist für Harald Schweighofer, Regionalgeschäftsführer der GPA-djp Tirol, nicht nachvollziehbar: „In welchem Jahrhundert leben die Damen und Herren denn, dass sie ArbeitnehmerInnen an der freien Äußerung ihrer Meinung hindern wollen? Da spricht wohl eindeutig die Angst aus den PolitikerInnen. Denn dass die ÖVP und die FPÖ Politik über die Bevölkerung hinweg betreibt, ist nichts Neues und entspricht eher der K.-u.-k.-Monarchie als dem 21. Jahrhundert.“

Hat WK-Präsident Bodenseer die Urabstimmung im letzten Jahr in Wien zur Sonntagsöffnung bei ihren Unternehmern auch kritisiert?
Die Wirtschaftskammer Wien hat selbst im letzten Jahr eine Urabstimmung unter anderem zur Sonntagsöffnung von Oktober bis Dezember 2014 unter ihren Mitgliedern durchgeführt. Von den 100.000 befragten UnternehmerInnen haben sich lediglich 16 % der Befragten an der Urabstimmung beteiligt!

„Sind Urabstimmungen bei UnternehmerInnen erlaubt und bei ArbeitnehmerInnen nicht? Oder hat die Wirtschaftskammer Tirol Angst, dass sich bei der Abstimmung der Gewerkschaft in Innsbruck mehr ArbeitnehmerInnen beteiligen als in Wien?“ fragen sich ÖGB-Vorsitzender Otto Leist und GPA-djp Regionalgeschäftsführer Harald Schweighofer. „Wir befragen nicht nur unsere Mitglieder sondern alle betroffenen Handelsangestellten in Innsbruck. Der Rücklauf und die Beteiligung ist enorm und es haben sich schon jetzt mehr Handelsangestellte beteiligt, als bei der Urabstimmung der Wiener Wirtschaftskammer.“

Dass von Landesrätin Patrizia Zoller-Frischauf eine gewerkschaftliche Aktion als Arbeitsverhinderung gesehen wird, lässt Schweighofer nicht gelten: „Die Fragen sind entgegen den Behauptungen nicht negativ formuliert, sondern äußerst neutral. Wo ist denn bei ‚Wollen Sie persönlich bei der Innsbrucker Shopping Night bis 23 Uhr arbeiten?‘ die Antwort vorprogrammiert? Die Frau Landesrätin kann ja die beiden Abstimmungskarten von Innsbruck und Wien gerne vergleichen!“

Otto Leist, Vorsitzender des ÖGB Tirol und des Regionalausschusses Handel in der GPA-djp Tirol, stellt zudem die laut Aussage von Wirtschaftskammer-Präsident Jürgen Bodenseer „überwältigend positiven“ Rückmeldungen infrage: „Bei unseren Gesprächen mit den Angestellten und Kleinunternehmern wurde sehr deutlich, dass sich die Shopping Night für viele Geschäfte in der Innenstadt nicht rentiert. Immer mehr sperren an diesem Abend gar nicht mehr auf.“ Zuletzt gab das Einkaufszentrum West bekannt, sich aufgrund fehlender Umsätze nicht mehr an der Shopping Night beteiligen zu wollen.

 

 


Rückfragen:

Otto Leist, Vorsitzender des ÖGB Tirol und des Regionalausschusses Handel in der GPA-djp Tirol
Mobil: 0664-450 24 16

Harald Schweighofer, Regionalgeschäftsführer der GPA-djp Tirol
Mobil: 0676-817 118 100

Helena Sachers, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit ÖGB Tirol
Mobil: 0664-6145186
Mailto: helena.sachers@oegb.at

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