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GPA-djp
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier
GPA-djp erinnert Arbeitgeber an Fürsorgepflicht

Mehr als zwei Drittel der ArbeitnehmerInnen in flexiblen Arbeitszeiten

GPA-djp erinnert Arbeitgeber an Fürsorgepflicht

Eine von der GPA-djp (Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier) durchgeführte, österreichweite Befragung ergab, dass bereits 69% aller ArbeitnehmerInnen in flexiblen Beschäftigungsformen arbeiten. Neben Gleitzeit gehören dazu unter anderem variable Arbeitszeiten, Arbeit auf Abruf und Schichtarbeit. Nur weniger ein Drittel aller Beschäftigten arbeitet somit zu fixen Arbeitszeiten. Rufbereitschaft, Nachtarbeit und geteilte Dienste gelten allgemein als besonders belastende Dienstformen.

 „Die Umfrage belegt ganz deutlich, dass die immer wieder geforderte Arbeitszeitflexibilisierung bereits in hohem Maß vorhanden ist. Ich frage mich schon, welchen Prozentsatz die Wirtschaftskammer noch erreichen möchte – 101% wird kaum möglich sein! ArbeitnehmerInnen können nicht jederzeit und überall zur Verfügung stehen,“ meint Harald Schweighofer, Regionalgeschäftsführer der GPA-djp Tirol.
Die Umfrage untermauert zudem die von der GPA-djp gewünschte Arbeitszeitverkürzung. 71% arbeiten fünf Tage pro Woche, mehr als die Hälfte der Befragten gibt an, dass es für sie interessant wäre, nur vier Tage in der Woche zu arbeiten. 48% sieht in kürzeren Arbeitszeiten eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben.

Österreich gehört zu den Ländern mit den längsten Arbeitszeiten in ganz Europa,  pro Jahr werden über 270 Millionen Überstunden geleistet. Alleine in Tirol bleiben jährlich 5 Millionen Mehrarbeits- und Überstunden unbezahlt. Deshalb setzt sich die GPA-djp schon länger für kürzere Arbeitszeiten und bessere Arbeitszeitkontrolle ein. „Ausreichende Erholungsphasen sind für ArbeitnehmerInnen extrem wichtig. Dabei sollte man nicht vergessen, dass auch der Arbeitgeber die Fürsorgepflicht hat, seine ArbeitnehmerInnen vor Stress, Burn-Out und psychischen Belastungen zu schützen“, so Schweighofer.

Sechste Urlaubswoche leichter erreichen
Die Forderung nach der leichteren Erreichbarkeit der sechsten Urlaubswoche unterstützen 67%, bei den Befragten bis 29 Jahre sind es sogar 71%. Derzeit hat man erst nach 25 Jahren ununterbrochener Beschäftigung Anspruch auf eine sechste Urlaubswoche. „Tatsache ist, dass nur ArbeitnehmerInnen in einem Arbeitsumfeld, das ihre Bedürfnisse entsprechend berücksichtigt, motivierte und leistungsfähige MitarbeiterInnen sind. Daher steht der Wunsch nach gesunden Arbeitszeiten und einer besseren Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben nur vordergründig im Gegensatz zu den ökonomischen Interessen der ArbeitgeberInnen“, meint Schweighofer abschließend.

 

 


Rückfragen:
Helena Sachers, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit ÖGB Tirol
Mobil: 0664-6145186
Mailto: helena.sachers@oegb.at

Harald Schweighofer, Regionalgeschäftsführer der GPA-djp Tirol
Mobil: 0676-817 118 100

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