Um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten, speichert diese Website Informationen über Ihren Besuch in sogenannten Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen über Cookies, sowie welche Daten wir wie lange speichern, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Dort können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen und die Browsereinstellungen entsprechend anpassen.

GPA-djp
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier
GPA-djp Tirol unterstützt Klage wegen Schadenersatzes gegen Flüchtlings-betreuungsfirma des Innenministeriums

Diskriminierung trotz qualifizierter Bewerbung

GPA-djp Tirol unterstützt Klage wegen Schadenersatzes gegen Flüchtlings-betreuungsfirma des Innenministeriums

Die ORS Service GmbH schrieb im Juli 2015 die Stelle einer Klinischen Psychologin/ Gesundheitspsychologin aus. Anstatt einer umfassend ausgebildeten Psychologin mit mehr als zehn Jahren Berufserfahrung, die zusätzlich eine Ausbildung im Bereich Notfallpsychologie und Trauma vorweisen kann, erhielt die Stelle die einzig andere Bewerberin, die noch nicht einmal eine Eintragung in die Liste der Klinischen PsychologInnen hat. Hintergrund: Der Mann der abgelehnten Bewerberin arbeitet für das Flüchtlingsheim des Landes Tirol, wogegen die ORS Service GmbH - ein Unternehmen, das sich auf die Betreuung und Unterbringung von Asylwerbern spezialisiert hat - eng mit dem Innenministerium zusammenarbeitet. Die ORS Wien fürchtete, die Einstellung der Bewerberin „sei dem Innenministerium nicht recht“.

Für Harald Schweighofer, Regionalgeschäftsführer der GPA-djp Tirol, ein klarer Verstoß gegen das Gleichbehandlungsgesetz: „Obwohl unserem Mitglied deutlich gesagt wurde, dass sie die bestqualifizierteste Bewerberin und absolute Favoritin sei, wurde ihre Bewerbung dankend abgelehnt. Aus diesem Grund haben wir Schadenersatzklage eingereicht. Mehr als bedauerlich ist darüber hinaus, dass ein Unternehmen, das sich selbst als „politisch neutral“ beschreibt, auf eine bestens ausgebildete Mitarbeiterin verzichtet, nur um in vorauseilendem Gehorsam das Innenministerium nicht zu verärgern.“ Die Schadenersatzklage beläuft sich in der Höhe von zwei Monatsgehältern, die die Arbeitnehmerin bei ihrer Einstellung erhalten hätte. Auf eine Antwort auf ihr Schreiben an die ORS Service GmbH vom 12. August wartet die GPA-djp Tirol bis dato vergebens.


Rückfragen:

Harald Schweighofer, Regionalgeschäftsführer der GPA-djp Tirol,
Tel. 0676-817 118 100

Helena Sachers, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Landesorganisation Tirol,
Tel. 0664-614 51 86

Artikel weiterempfehlen