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GPA-djp
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier
RGF Harald Schweihofer

Mehrheit der Angestellten erledigt Behördenwege oder Arztbesuche in der Freizeit

Schweighofer: Arbeitsplatzängste als Hintergrund für diese bedenkliche Entwicklung

Bei einer IFES-Befragung von 500 ArbeitnehmerInnen vor dem Sommer zum Thema Arbeitszeit wurde von lediglich 22 % der Angestellten angegeben, dass sie – wie es ihnen zusteht - ihre Behördenwege oder Arztbesuche in der Dienstzeit erledigen. Fast 75 % der Angestellten dagegen tun dies in ihrer Freizeit. Bei leitenden Angestellten sind es 32 %, bei Teilzeitbeschäftigten 6 % der Angestellten.

"Ich finde diese Entwicklung bedenklich, da der Hintergrund für die Erledigung in der Freizeit in den Ängsten der ArbeitnehmerInnen auf den Jobverlust begründet ist. Es wurde von den Befragten auch immer wieder angegeben, dass sie im Unternehmen oder gegenüber dem Chef nicht unangenehm auffallen wollen", meint
Regionalgeschäftsführer der GPA-djp Tirol Harald Schweighofer.

Laut Angestelltengesetz haben Angestellte einen Rechtsanspruch darauf, dass sie ihren Entgeltanspruch behalten, wenn sie durch wichtige, ihre Person betreffende Gründe ohne ihr Verschulden während einer verhältnismäßigen kurzen Zeit an der Leistung ihres Dienstes verhindert sind. Dazu gehören neben persönlichen (gesundheitlichen) Gründen familiäre Pflichten, öffentlich-rechtliche Verpflichtungen sowie höhere Gewalt. Kollektivverträge können bessere Regelungen vorsehen beziehungsweise für bestimmte Ereignisse wie Übersiedlung, Todesfälle, Hochzeiten, etc. ein Mindestmaß für das bezahlte Fernbleiben vom Dienst vorsehen.

"Als freiwillige Interessenvertretung bieten wir natürlich den Angestellten zu ihren Rechten entsprechende Beratungen und Hilfe an. Wir werden im Herbst eine Informationskampagne über die BetriebsrätInnen starten, um auf die Dienstverhinderungsgründe und die Entgeltfortzahlung hinzuweisen“, kündigt Schweighofer an.

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