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GPA-djp
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier

„Ein motiviertes Team macht eine gute Firma aus“

Gewerkschaften PRO-GE und GPA-djp Tirol kontern IV-Forderung nach weiteren flexibleren Arbeitszeiten

Der Forderung der Industriellenvereinigung nach flexibleren Arbeitszeiten erteilt die Gewerkschaft eine klare Absage. „Dass die Attraktivität eines Standorts mit niedrigen Löhnen erreicht wird, stimmt einfach nicht. Vielmehr sind für die Produktivität einer Firma mehrere Säulen verantwortlich, nicht zuletzt motivierte Mitarbeiter. Ein gutes, erfahrenes Team - das ist etwas, was eine funktionierende Firma ausmacht“, meint Robert Koschin, Landessekretär der PRO-GE Tirol.

Die PRO-GE (Produktionsgewerkschaft) erwartet, im Herbst wieder mit Forderungen nach flexibleren Arbeitszeiten und endlosen Durchrechnungszeiträumen konfrontiert zu werden. Für Koschin eine kurzsichtige Forderung: “Ein erfolgreiches Unternehmen ist in erster Linie gekennzeichnet durch Kontinuität. Und die erreicht man nicht mit Billiglöhnen und stetigem Austausch von Leiharbeitern, sondern wenn MitarbeiterInnen qualitativ gut arbeiten. Gerade in Tirol finden sich viele ArbeitnehmerInnen, die sehr loyal sind, das sollte auch entsprechend entlohnt werden. Ein ausreichendes Maß an Freizeit verspricht motivierte Mitarbeiter, sie sind gesünder und nicht zuletzt geht die Anzahl der Arbeitsunfälle zurück. Ein schlechtes Arbeitsklima hingegen hat häufige Mitarbeiterwechsel zur Folge und damit qualitative Einbußen und unnötigen Aufwand wie permanente Einschulungen. Das alles verursacht ja auch Kosten, die aber leider bei den Überlegungen der Industriellenvereinigung offensichtlich keine Rolle spielen.“

67 % der Beschäftigten für eine vorgezogene 6. Urlaubswoche

Harald Schweighofer, GPA-djp Regionalgeschäftsführer (Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier), sieht in flexibleren Arbeitszeiten keine Lösung: „Alle seriösen Studien belegen, dass ausreichende Freizeit dringend notwendig ist. Von Seiten der Wirtschaft wird immer vermittelt, dass die sechste Urlaubswoche eine neue Forderung der Gewerkschaft ist. Das stimmt ja nicht, vielmehr ist sie seit 30 Jahren im Gesetz verankert! Nur erreichen sie heute so gut wie keine ArbeitnehmerInnen mehr, weil aufgrund der andauernden Forderung nach Flexibilität fast niemand mehr 20 Jahre in der gleichen Firma arbeitet und durch gestiegene Mobilität die Verweildauer in den Betrieben gesunken ist. Daher muss die 6. Urlaubswoche bereits früher als nach 25 Dienstjahren möglich sein. “

Schon seit längerem fordert die Gewerkschaft ein Umdenken in der Beschäftigungspolitik. Motivierte MitarbeiterInnen sind leistungsfähiger, die Identifikation mit dem Unternehmen steigt. Daher steht der Wunsch nach gesunden Arbeitszeiten und einer besseren Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben nur vordergründig im Gegensatz zu den ökonomischen Interessen der ArbeitgeberInnen. In einer kürzlich von der GPA-djp in Auftrag gegebenen IFES-Studie wird deutlich, dass ohnehin bereits in hohem Maß länger gearbeitet wird als vereinbart und in hohem Ausmaß auch flexibel gearbeitet wird. 67% Prozent aller Befragten sprachen sich für die sechste Urlaubswoche aus.


Rückfragen:

Robert Koschin, Landessekretär der PRO-GE Tirol, Tel.: (0)512-597 77-506

Harald Schweighofer, Regionalgeschäftsführer der GPA-djp Tirol,
Tel. 0676-817 118 100

Helena Sachers, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Landesorganisation Tirol,
Tel. 0664-614 51 86

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