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GPA-djp
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier

Shopping-Night: Rabattschlacht um Kunden

Schweighofer: „Kultur wird zur Nebensache, BesucherInnen nur durch Rabatte zu überzeugen“

Die GPA-djp spricht sich nach wie vor gegen die morgen stattfindende Shopping-Night in Innsbruck aus. Die kolportierte Einigung der Sozialpartner zu den längeren Öffnungszeiten ist aus der Luft gegriffen und das Kulturhighlight bereits völlig in den Hintergrund geraten. „Wir haben nie unsere Zustimmung zur gesetzeswidrigen Shopping-Night gegeben. Beim Kampf um Kunden ist eine regelrechte Rabattschlacht entstanden. Der wirtschaftliche Nutzen bei Rabatten bis zu minus 70 Prozent darf ebenso bezweifelt werden, wie das Konzept allgemein“, so das Fazit Harald Schweighofer, Tiroler GPA-djp-Regionalgeschäftsführer, zur morgigen Shopping-Night in Innsbruck.

„Ohne Schlacht mit Prozenten dürfte man mit der Shopping-Night wohl keine Kunden anlocken. Man setzt sich nicht nur auf eine arrogante Art und Weise über Gesetze hinweg, sondern verfehlt mit der Erzeugung eines wahren Konsumrausches den Sinn einer kulturellen Abendveranstaltung. Zudem wird der wirtschaftliche Nutzen völlig außer Acht gelassen. Das alles wird wie immer am Rücken der Beschäftigten ausgetragen“, sagt Schweighofer.

Und hier noch eine rechtliche Ergänzung dazu bzw. eine Stellungnahme zur angeblichen Einigung der gesetzlichen Interessenvertretung zur Innsbrucker Shopping Night:

im Bezug auf den Artikel in der Tiroler Tageszeitung vom 24.7.2015 zum angeblichen "Kompromiss um die Einkaufsnächte" in Innsbruck erlauben wir uns als zuständige freiwillige Interessenvertretung der ArbeitnehmerInnen wie folgt dazu Stellung zu nehmen:

Wenn die gesetzlichen Interessenvertretungen (AK und WK) sich auf einen Kompromiss geeinigt haben, dann wird dies von der zuständigen Gewerkschaft GPA-djp Tirol in keiner Weise mit getragen.
Die rechtliche Frage ist eindeutig:
Der Landeshauptmann muss pro angesuchter Shopping-Night im EINZELFALL entscheiden - es gibt laut Bundes-Öffnungszeitengesetz von 2003 keine generelle VERORDNUNGSMÖGLICHKEIT für ALLE EVENTs.
Im gleichlautenden Gesetz steht auch eindeutig, dass aus Anlass von Orts- und Straßenfesten insbesondere in historischen Orts- und Stadtkernen, in denen bedeutende Veranstaltungen stattfinden, am Tag der Veranstaltung über 21 Uhr hinaus offen gehalten werden kann!!!
Diese Voraussetzungen erfüllt die kommende Shopping-Night in KEINEM FALL und der Landeshauptmann hätte diese nicht verordnen dürfen!
Die Einschränkung im Gesetz besteht auf historische Orts- und Stadtkerne - damit gibt es keine Möglichkeit für die Einkaufszentren (Sillpark, Dez, West) außerhalb der Innenstadt für eine positive Genehmigung.
Eine Teilung des Innsbrucker Stadtgebietes ist auch nicht zulässig!!!
So einem Kompromiss würde die GPA-djp Tirol als zuständige Gewerkschaft NIEMALS zustimmen zum Schutz der Handelsangestellten und zur EINHALTUNG von BUNDESGESETZEN die im Fall von Innsbruck vom Landeshauptmann einfach ignoriert werden!!!

In der Verordnung des Landeshauptmannes aus dem Jahr 2003 steht auch, dass es sich um Veranstaltungen mit besonderer lokaler, regionaler oder überregionaler Bedeutung handeln muss, wie Feste, sportliche Veranstaltungen oder einer Landesausstellung!!!
Aus unserer Sicht steht die kulturelle Veranstaltung im Vordergrund und nicht die Verlängerung der Öffnungszeiten und das Aufsperren der Geschäfte - sprich das Shopping-Event!!!

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