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GPA-djp
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier

GPA-djp entsetzt über Stellenausschreibung für LeiterIn der Tiroler Soziale Dienste GmbH – „Mit Humor zum Arbeitsplatz“

Schweighofer: „LeiterInnensuche über Süddeutscher Zeitung, Humor und Pragmatismus als Voraussetzung ist mehr als fragwürdig“

Die neue Tiroler Soziale Dienste GmbH, ausgegliederte Firma des Flüchtlingsbereichs des Landes Tirol, hat sich bei der LeiterInnensuche für den Aufbau einer Einrichtung zur Versorgung von unbegleiteten, minderjährigen Flüchtlingen im Tiroler Unterland einen Fauxpas erlaubt. „Der absolute Witz ist die Voraussetzung für den Job: "Humor & Pragmatismus". Für mich ist unverständlich, dass eine GmbH des Landes Tirol Personal über ein Inserat in der Süddeutschen Zeitung im benachbarten Bayern suchen muss. Diese Stelle könnte erstens firmenintern besetzt werden und zweitens gibt es genügend InteressentInnen im Tiroler Raum, die gleichfalls an dieser Stelle Gefallen finden würden“, so Harald Schweighofer, GPA-djp-Regionalgeschäftsführer, zur Stellenausschreibung.

Die Gründe für die Stellenausschreibung in Bayern sind Schweighofer schleierhaft. „Vielleicht will der Geschäftsführer, der ja aus Bayern stammt, seinen Landsleuten eine Anstellung in Tirol verschaffen? Warum für die Betreuung von minderjährigen Flüchtlingen Humor und Pragmatismus eine Voraussetzung sind ist für mich völlig unverständlich. Meine Erfahrung ist, dass Beschäftigte im Flüchtlingsbereich sehr wenig zu lachen haben. Einfühlungsvermögen und pädagogische Fachkenntnisse sind da schon eher gefragt“, so Schweighofer.

Die GPA-djp ortet weitere gravierende Fehler in der Ausschreibung. „Die Tiroler Soziale Dienste GmbH ist keine gemeinnützige Tochter des Landes Tirol sondern eine Firma nach dem GmbH-Gesetz. In Österreich ist die Bezeichnung "gGmbH" nicht zulässig, dies ist eine Rechtsnorm nach deutschem Recht. Die TSD ist von der Rechtsform eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung und vom Geschäftszweig für die "Grundversorgung hilfs- und schutzbedürftiger Fremder" zuständig. In der Ausschreibung wird auch suggeriert, dass es sich um eine Anstellung im öffentlichen Dienst handelt. Dies ist bei einer privatwirtschaftlich geführten GmbH nicht der Fall“, so Schweighofer abschließend

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