Um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten, speichert diese Website Informationen über Ihren Besuch in sogenannten Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen über Cookies, sowie welche Daten wir wie lange speichern, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Dort können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen und die Browsereinstellungen entsprechend anpassen.

Datenschutzerklärung
GPA-djp
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier
ÖGB kritisiert Wildwuchs an Shopping-Nights

Otto Leist sieht jetzt erst recht keine Grundlage mehr für Shopping Night am 26. Juni

Der Plan, erneut auf dem Rücken der Beschäftigten und entgegen der Bestimmungen im Bundesöffnungszeitengesetz eine Shopping-Night im Rahmen des am 26. Juni geplanten 2. langen Tag des Tanzes durchzudrücken, ist schiefgegangen. Nun haben die teilnehmenden KünstlerInnen und Tanzgruppen der Politik einen Strich durch die Rechnung gemacht. „Es fehlt ohnehin jegliche Legitimation für die Durchführung einer Shopping-Night. Wenn die Politik nach der Absage der KünstlerInnen trotzdem auf eine Einkaufsnacht beharrt, führen sie sich ad absurdum. Dann braucht sich niemand mehr an irgendwelche Regeln zu halten“, so Tirols ÖGB-Landesvorsitzender Otto Leist. Die Gewerkschaft GPA-djp hat das Ansuchen unter anderem abgelehnt, da die Einkaufszentren als ‚Schlecht-Wetter-Programm‘ dienen sollten, was in keiner Weise dem Öffnungszeitengesetz entspricht.

Wildwuchs an Shopping-Nights
Otto Leist sieht den Wildwuchs an Shopping-Night sehr kritisch. „Inzwischen wird bei jedem Pieps in einem Stadt- oder Ortszentrum eine Einkaufsnacht durchgepeitscht. Wenn wir dieses Tor öffnen, dann wird die Arbeitszeit für Handelsangestellte ins Uferlose gehen. Es wird künftig nicht eine oder zwei Shopping-Nights geben, sondern viel mehrere“, warnt Leist. Der Tiroler ÖGB-Landesvorsitzende appelliert an das Gewissen der PolitikerInnen: „Jene die ein wenig Einfühlungsvermögen haben, schützen Handelsangestellte vor weiter ausufernden Öffnungszeiten und sprechen sich gegen gesetzeswidrige Arbeitsbedingungen aus. Jene denen es egal ist, ziehen es durch. Ich hoffe nicht, dass Landeshauptmann Platter dazugehört und künftig bei seinen Entscheidungen auf die Interessensvertretung der ArbeitnehmerInnen hört.“

Auszug aus dem Öffnungszeitengesetz
Der Auszug aus dem Öffnungszeitengesetz, §4a(1)3., besagt: „Aus Anlass von Orts- und Straßenfesten insbesondere in historischen Orts- und Straßenkernen oder in Gebieten, in denen bedeutende Veranstaltungen stattfinden, am Tag der Veranstaltung über 21 Uhr hinaus dürfen Verkaufsstellen offen gehalten werden.“ Im Gesetz ist auch verankert, dass der Landeshauptmann nach Anhörung der Sozialpartner eine Verordnung zur Verlängerung der Öffnungszeiten verordnen kann.

Artikel weiterempfehlen